Fulda (fs) – www.osthessen-zeitung.de

Fußball-Hessenligist Borussia Fulda ist am Mittwochabend im zweiten Testspiel der Wintervorbereitung gegen den Hünfelder SV nicht über ein 1:1 (1:1)-Unentschieden hinausgekommen. Der Verbandsligist konzentrierte sich im Vorbereitungshighlight vor allem auf die Defensive, der SCB hätte die Begegnung aber schon im ersten Durchgang für sich entscheiden können. Trainer Thomas Brendel ist dennoch zufrieden.

 

„Es ist uns zwar nicht so gut gelungen, im letzten Drittel Lösungen zu finden, aber wir hatten gegen einen ganz tief stehenden Gegner dennoch die ein oder andere Chance. Wir waren enorm spielstark und vom Tempo her auch gut unterwegs, im Großen und Ganzen hätten wir das Spiel gewinnen müssen. Das ist uns zwar nicht gelungen, es war aber trotzdem ein guter Test“, befindet SCB-Coach Thomas Brendel, der im 4-2-3-1-System Matija Poredski im defensiven Mittelfeld aufbot, wo der gelernte Stürmer ein gutes Spiel machte. Beim HSV wiederum fehlten in der Offensive Stürmer Robert Simon (beruflich in China) und Sebastian Schuch, sodass sich Trainer Dominik Weber für eine Dreierkette ohne Stoßstürmer entschied, dafür aber in der Defensive mit einer Fünferkette agierte.

Denkbar ungünstig startete die Begegnung auf dem Kunstrasen in der Johannisau für die Borussen: Der Ex-Hünfelder Dennis Müller kam im Strafraum gegen Maximilian Fröhlich zu spät, den folgenden Elfmeter verwandelte Christoph Neidhardt einmal mehr ganz sicher zum frühen 1:0 für den HSV (2.).

Die Borussen waren danach zwar tonangebend und hätten schon früher den Ausgleich markieren müssen, unter anderem traf Younes Bahssou nur den Pfosten. So dauerte jedoch bis fünf Minuten vor der Pause, bis Sebastian Alles Younes Bahssou stark durch die Gasse bediente und der dann gegen Sebastian Ernst im zweiten Versuch vollstreckte (40.). Keine 120 Sekunden später hätte Kapitän Benjamin Fuß die Partie drehen und auf 2:1 für die Borussia stellen können, scheiterte aber am Pfosten. „Wir hatten vielleicht 90 Prozent Ballbesitz in der ersten Hälfte und haben das Spiel dominiert, wir haben nur bei der Kontersituation zum 0:1 nicht glücklich ausgesehen“, ist Brendel durchaus zufrieden mit dem ersten Durchgang.

In der zweiten Halbzeit wechselte Brendel dann kräftig durch und ließ nur die Defensive unverändert, da fehlte dann aber noch mehr als im ersten Durchgang etwas die Torgefahr, einzig Nikola Milankovic und Marius Müller hatten gute Chancen auf dem Fuß. Auch, weil die Hünfelder gerade in der Defensive mit einer Fünferkette agierten, die richtig gut arbeitete – auch wenn etwas die Entlastung nach vorne fehlte. „Klar hätten wir gerne mehr Entlastung nach vorne gehabt, das war in der Zusammensetzung aber nicht möglich. Wir haben das trotzdem sehr gut gemacht, das 1:1 war nicht unverdient“, meint HSV-Coach Weber, der betont: „Ich bin nicht nur mit dem Ergebnis zufrieden, sondern noch mehr mit der Leistung der Jungs. Riesenkompliment auch an unsere A-Jugendlichen, sie haben ihre Sache sehr gut gemacht.“

Fulda: Wolf; Fuß, Gröger, Milankovic, Beck – Alles (46. Jaksch), Poredski (46. Schad), D. Müller (46. Gjocai), Pomnitz (46. Jerkovic), Kornagel (46. Lembach) – Bahssou (46. M. Müller).

Hünfeld: Ernst; Wahl, Göbel (78. Trabert), Helmke (55. Gadermann), Witzel, Kröning – Belaarbi, Budenz – Neidhardt, Krieger (68. Falkenhahn), Fröhlich.

Schiedsrichter: Joshua Herbert (Schwarzbach)

Tore: 0:1 Christoph Neidhardt (3., Foulelfmeter), 1:1 Younes Bahssou (40.)

Zuschauer: 100.

Fulda-Freund-2017-3