Verbandsliga: HSV lässt vor der Pause zu viel liegen

Die blütenweiße Heimweste des Hünfelder SV hat erste Spritzer erhalten, im Evergreen gegen den 1. FC Schwalmstadt kam der Verbandsligist nicht über ein torloses Remis hinaus – geschuldet vor allem dem Chancenwucher des ersten Durchgangs.

Nach dem enttäuschenden Auftritt in Neuhof (0:1-Niederlage) hatte Dominik Weber die Aufstellung und auch das System ordentlich durcheinandergewirbelt: Marius Bublitz, Manuel Kröning und Sebastian Körner blieb nur ein Platz auf der Bank, Sebastian Schuch, Maximilian Fröhlich und Lukas Budenz rückten in das Team, das es statt im 4-2-3-1 mit einem 3-4-3 versuchte. Im Mittelfeld vertraute Weber dabei auf eine Raute, ganz vorne gab Sebastian Schuch den Prellbock gegen seine Ex-Kollegen.
In Durchgang eins fielen zwar noch keine Tore, allerdings gab es hüben wie drüben beste Gelegenheiten. War Jonas Hosenfeld im Hünfelder Tor gegen Kevin Kutzner (10.) und Jan-Niklas Brandner (12.) zweimal hellwach, hatte Hünfeld beinahe zehn guter Gelegenheiten: Maximilian Fröhlich (7., 22., 35.) Christoph Neidhardt (7., 15., 31.), Sebastian Schuch (22., 44.) und Julian Rohde (25.) verpassten das überlegen geführte Spiel noch vor der Pause in die richtige Richtung zu lenken.

Schuch und Rohde klären auf der Linie

Dass sich Hünfeld eine Menge für Halbzeit zwei vorgenommen hatte, sah man schon in der Pause, denn das Team war bereits fünf Minuten vor den Schwälmern wieder am Platz. Doch so richtig Spielkontrolle brachte der HSV nicht ins Spiel, viele Nicklichkeiten unterbanden den Spielfluss ohnehin und so wurde es zunächst vor allem vor dem Hünfelder Tor gefährlich – zweimal war der erneut gute Hosenfeld schon geschlagen, allerdings klärten Rohde (54.) und Schuch (60.) auf der Linie. Auch war in der Schlussphase ein Standard brandgefährlich, den Fabian Seck verpasste (82.). Hünfelds dickste Chance nach der Pause ließ Neidhardt liegen, der eine perfekte Hereingabe Fröhlichs über das Tor köpfte (80.). So blieb es beim 0:0, das auch gar nicht ungerechtfertigt war.

Früh beendet war die Partie für Steffen Witzel: Hünfelds Verteidiger spielte trotz schwerer Bänderdehnung, nach nicht mal 20 Minuten knickte er wieder weg und musste den Platz für Kröning freimachen. Noch bitterer verlief der Nachmittag für Schwalmstadts Urgestein Ricardo Seck, der nach einem Zweikampf mit Schuch schreiend zu Boden ging. Er hat sich wohl eine Verletzung im Sprunggelenk zugezogen – das sah gar nicht gut aus

Die Statistik:

Hünfelder SV: Hosenfeld – Wenzel, Faulstich, Witzel (22. Kröning) – Budenz – Bambey (64. Trabert), Rohde – Krieger – Neidhardt, Schuch (79. Körner), Fröhlich.
1. FC Schwalmstadt: Völker – R. Seck (77. Dietz), Gerstung, F. Seck, Petersohn – Kutzner, Liebermann – Brandner (85. Ide), Trümner (82. Karl), Lindenthal – Herpe.

Schiedsrichter: Tim Waldinger (TSV Rauschenberg).
Zuschauer: 150.
Tore: Fehlanzeige.

Autor: Johannes Götze

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