Verbandsliga: HSV mit dem gelungenen Saisonausklang

Noch lange nach Spielende saßen die Spieler des Hünfelder SV vor der Auswechselbank – gespannt den Worten von Trainer Dominik Weber lauschend und mit der Vorfreude auf mindestens vier Wochen spielfreie Zeit im Nacken. Zuvor hatten die Haunestädter die SG Bad Soden noch mit 4:0 (2:0) auf deren heimischer Bornwiese in die Schranken verwiesen.

Während Hünfeld eine gute Saison mit Platz drei in der Abschlusstabelle beendete, blieben die innerhalb von elf Monaten mit drei Übungsleitern ausgestatteten Kurstädter als Elfter klar hinter der zu Saisonbeginn gehegten Erwartungshaltung zurück.

„Der Hünfelder Sieg ist hochverdient. Wir hatten Glück, dass wir zur Pause nicht noch höher zurück gelegen haben. Richtige Torgefahr haben wir nie entwickeln können. Das zeigt, dass jeder für sich jetzt in der kommenden Vorbereitung noch mehr machen muss“, analysierte Sodens Sportlicher Leiter und Interimscoach Wladimir Römmich kurz nach Spielende. Seine Spieler zogen sich danach schnell ins Sportlerheim zum Duschen zurück, um danach bei einem gemeinsamen Grillabend die Saison nochmals Revue passieren zu lassen. Kommende Saison werden die Karten unter dem neuen Trainer Kelvin King (44) dann wieder neu gemischt.

In Hünfeld indes war man mit dem Erreichten durchaus zufrieden. „Gegenüber Sand und Flieden hat uns eben noch etwas die Konstanz gefehlt“, befand Abteilungsleiter Mario Rohde auf der kürzlich abgehaltenen Vereinsversammlung. Dass es Hünfeld nicht egal war, ob man nun als Dritter oder Vierter einläuft, beweist eine von Vorsitzender Lothar Mihm während der Partie getätigte Äußerung: „Weidenhausen hatte mit dem 5:0 gegen Bosporus Kassel vorgelegt. Letztlich ist es zwar nicht entscheidend, ob wir Dritter oder Vierter werden. Den Anspruch Dritter zu werden, hat die Mannschaft aber allemal.“

In der Tat nahm Hünfeld das Heft des Handelns von Beginn an in die Hand, gestattete Sodens Angriff um die beiden Goalgetter Tim Mulfinger und Lukas Ehlert während der gesamten Spieldauer nicht einen einzigen wirkungsvollen Stich. „Ich hatte einen sehr ruhigen Nachmittag, habe keinen einzigen gefährlichen Ball aufs Tor bekommen“, befand dann auch ein äußerst zufriedener Hünfelder Keeper Sebastian Ernst. Nach neun Minuten ging Hünfeld nach einem Fehler im Sodener Spielaufbau in Führung. Lukas Budenz hatte den Braten gerochen und traf aus gut zehn Metern zum 1:0. Beim 2:0 profitierte USA-Rückkehrer Marek Weber von einer sehr schönen Vorarbeit Kevin Kriegers.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel verstärkte Bad Soden zwar seine Angriffsbemühungen, ohne aber echte Torgefahr entwickeln zu können. Dies verstand Hünfeld gegen einen wackligen Sodener Abwehrverbund um so besser. In seinem letzten Spiel im HSV-Trikot „luchste“ Robert Simon seinem Sodener Gegenspieler Alexander Blocher den Ball ab und überwand im Anschluss Arturo Gonzalez Garcia. Und mit dem Schlusspfiff veredelte Sebastian Schuch einen Pass von Christoph Neidhardt zum 4:0-Endstand. / rd

Die Statistik

Bad Soden: Gonzalez Garcia; Paulowitsch, Demuth, Lauer, Boutakhrit, Moaremoglu, Ehlert (81. Breitenberger), Mulfinger, Krapf (65. De Carvalho), Blocher, Scheller (55. Dananovic).
Hünfeld: Ernst; Trabert, Wahl, Simon (81. Heinz), Weber, Krieger (46. Schuch), Witzel, Krenzer (74. Gadermann), Neidhardt, Budenz, Helmke.
Schiedsrichter: Andreas Putz (Egelsbach).
Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Lukas Budenz (9.), 0:2 Marek Weber (31.), 0:3 Robert Simon (80.), 0:4 Sebastian Schuch (90.).

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