Kreispokal: 2:1-Sieg beim HSV / Schwab bleibt

Der SV Steinbach hat den Kreispokal-Titel verteidigt: Der Hessenligist gewann beim Verbandsligisten Hünfelder SV mit 2:1 (1:1). Letztlich ein nicht gänzlich unverdientes Ergebnis, auch wenn der HSV meist spielbestimmend war, aber zu fehlerbehaftet agierte.

Der SV Steinbach stand zu Spielbeginn nur mit elf Mann da, weil Sebastian Bott noch im Zug von Kassel feststeckte, dennoch brachten die Gäste eine zwar arg dezimierte, aber dennoch vernünftige Mannschaft auf den Platz – und gingen auch schnell in Führung: Einen langen Schlag legte Sascha Schleinig auf Youngster Nikola Milenkovski ab, der die HSV-Abwehr ganz alt aussehen ließ und sein Potenzial mehr als nur andeutete (6.). Doch der bis dato eigentlich besser im Spiel befindliche HSV schlug postwendend zurück: Maximilian Fröhlich spielte mit Kevin Krieger Doppelpass und legte das Spielgerät aus spitzem Winkel abgezockt ins lange Eck (8.).

Bitter für Fröhlich: Mitte der ersten Halbzeit war für den Hofbieberer ob einer Oberschenkelzerrung Schluss, er wurde durch Robert Simon ersetzt, der für den HSV sein letztes Heimspiel bestritt, er wird spielender Co-Trainer beim thüringischen Kreisligisten FSV Leimbach. Vor der Pause war das Spiel knackig, allerdings fehlte auf beiden Seiten zu oft der letzte Ball, das 1:1 ging trotz Ballbesitzvorteile für den HSV vollkommen in Ordnung.

Schwab bleibt, Schiedsrichter im Austausch

Die zweite Halbzeit begann wie die erste: Steinbach traf schnell, weil Sascha Schleinig – der nach 70 Minuten mächtig Glück hatte, nicht Gelb-Rot zu sehen – im Zweikampf gegen Oliver Krenzer stabil und ganz geschickt zu Werke ging, der Abschluss frei vor Ernst war Formsache (50.). Und wieder hätte Hünfeld postwendend den Ausgleich machen müssen, allerdings spielte Marek Weber den Ball in Richtung des einschussbereiten Simon zu unpräzise (52.). Ruckzuck hätte Steinbach für klare Verhältnisse sorgen können, aber Ernst hielt gegen Schaub stark (61.), genau wie ganz spät gegen Petr Paliatka (88.).

Zwischendurch war Hünfeld  zwar weitgehend Chef im Ring, allerdings gab es kaum klare Möglichkeiten, die Flanken waren unpräzise, die Sturmreihe zu statisch und letztlich wurde es nur zweimal ganz eng: Als Weber ein Schritt fehlte (69.) und als Ernst als aufgerückter Torwart mit feinster Schusstechnik das Leder knapp über den Querbalken nagelte (90.+3).

Dem SVS treu bleiben wird Cino Schwab, der überlegt hatte etwas kürzerzutreten. Nun verdeutlichte er aber selbst: „Ich spiele auch nächste Saison noch Fußball – und zwar in Steinbach.“ Sein zwölfjähriger Sohnemann Juliano, an dessen Meinung er seinen Entscheid geknüpft hatte, ist jedenfalls begeistert. Neues gab es auch in Sachen Schiedsrichter: Nachdem die Leitung in den vergangenen Jahren stets einem Unparteiischen aus dem eigenen Kreis oblag, wurde das Finale diesmal in den Austausch gegeben, Tobias Lecke von der FSG Bebra hatte das Sagen.

Die Statistik:

Hünfeld: Ernst – Wahl, Helmke, Krenzer, Witzel – Krieger, Budenz – Neidhardt, Fröhlich – Schuch, Weber. Eingewechselt: Simon, Trabert, Kircher.
Steinbach: Motzkus – Schaub, Schwab, Trabert, Petrasch – Paliatka, Fladung – Schleinig, Milenkovski, M. Bott – Münkel. Eingewechselt: S. Bott.

Schiedsrichter: Tobias Lecke (FSG Bebra).
Zuschauer: 400.
Tore: 0:1 Nikola Milenkovski (6.), 1:1 Maximilian Fröhlich (8.), 1:2 Sascha Schleinig (50.).

Autor: Johannes Götze

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