Meisterschaftsfavorit Hünfeld hat sich den Start in die neue Verbandsligasaison ganz anders vorgestellt: Mit sechs Punkte aus vier Spielen und Tabellenplatz neun hängt das Team von Dominik Weber seinen eigenen Erwartungen etwas hinterher. „Die Jungs haben auf jeden Fall etwas gutzumachen. Wir müssen bei Auswärtsspielen einfach anders auftreten“, meint HSV-Trainer Dominik Weber, dessen Team am Mittwoch gegen Eschwege aufgrund einer schwächeren zweiten Hälfte mit 2:4 (2:1) verlor: „Da haben wir uns den Schneid abkaufen lassen und auch letztlich verdient verloren. Bei Eschwege hat die kämpferische Einstellung zu 100 Prozent besser gepasst als bei uns. Mir hat bei uns ein Spieler gefehlt, der es schafft, die anderen aufzurütteln und mitzureißen.“ Diese Rolle hätte Stürmer Robert Simon einnehmen können. Doch der Offensivmann und absolute Führungsspieler liegt mit einer Grippe im Bett, musste deswegen bereits am Mittwoch passen und kann auch am Samstag gegen Rothwesten nicht mitspielen. Der TSV ist die einzige Mannschaft, gegen die die Hünfelder in der vergangenen Saison nicht gewinnen konnten. „Rothwesten ist ein unbequemer Gegner. Außerdem sind sie ausgeruht, da sie am Mittwoch kein Spiel zu bestreiten hatten“, meint Weber, möchte den Rothwestenern dadurch aber keinen allzu großen Vorteil zuschreiben: „Für uns ist es eine gute Chance, schnell eine Reaktion auf die Leistung vom Mittwoch zu zeigen.“ Außer Robert Simon hat Hünfelds Übungsleiter keine Ausfälle zu beklagen, kündigt aber Veränderungen in der Startformation an: „Spieler aus der zweiten Reihe werden die Chance bekommen, sich zu zeigen und gesetzte Spieler müssen auf der Bank Platz nehmen und sich selbst hinterfragen.“ Für Kevin Krieger, der gegen Eschwege in den letzten 23 Minuten zum Einsatz kam, wird es nach seiner Verletzung noch nicht zu einem Startelfplatz reichen.

www.osthessen-sport.de

Rothwesten-14-10