Rohde: „Wollen nicht als Kanonenfutter dienen“

Hünfelder SV, Hessen Kassel und Hans Meyer zu Gast in Friedewald

Einen Tag mit Eventcharakter stellt der TSV Friedewald am morgigen Samstag auf die Beine. Während im vergangenen Jahr die Traditionsmannschaft von Borussia Dortmund zu Gast war, geben sich diesmal der KSV Hessen Kassel und der Hünfelder SV im Rahmen eines Testspiels (17 Uhr) sowie Kulttrainer Hans Meyer die Ehre.

Der 74-Jährige wird ab 19.30 Uhr in Friedewald zu Gast sein und bei einer Moderationsrunde Rede und Antwort stehen. „Als wir die Zusage von Hans Meyer hatten, war die Idee geboren, ein Hauptspiel auszurichten. Ursprünglich wollten wir zwei Vereine einladen, bei denen er Trainer war, Carl Zeiss Jena hat uns aber nicht geantwortet und Rot-Weiß Erfurt hätte erst ganz kurzfristig Rückmeldung geben können“, erklärt Maik Hahn aus dem Führungsteam des TSV Friedewald. Stattdessen gab Regionalligist Hessen Kassel im Rahmen seiner „Tour de Nordhessen“ seine Zusage, der Kontakt mit dem Hünfelder SV kam über Dominik Weber zustande. Der Trainer des HSV war im vergangenen Jahr Teil des „TSV & Friends“-Teams, das gegen die Traditionsmannschaft des BVB antrat. Da Weber aber zeitgleich beim Abschiedsspiel von Marco Fladung in Rasdorf teilnimmt, wird Abteilungsleiter Mario Rohde die Hünfelder gegen den Viertligisten (Spiel beginnt um 17 Uhr) betreuen. Und obwohl der Verbandsligist noch nicht mit der Vorbereitung begonnen hat, wird Rohde eine schlagkräftige Truppe an den Start schicken: „Auf angeschlagene Spieler wie Tarek Belaarbi und Franz Faulstich werden wir verzichten, ansonsten werden wir aber unsere beste Truppe mitsamt Neuzugängen aufbieten“, erklärt der 39-Jährige. „Zwar ist Hessen Kassel schon im Trainingsbetrieb, für so ein Spiel gegen einen solchen Verein brauchst du aber keine große Vorbereitung. Spielerisch werden wir sicherlich den Kürzeren ziehen, wir wollen aber nicht als Kanonenfutter dienen. Es ist sicherlich eine Menge Arbeit, so einen Gegner herzuholen, da stehen wir in der Pflicht, den Zuschauern ein vernünftiges Spiel zu bieten.“ Apropos Zuschauer: Allzu große Erwartungen hat der TSV Friedewald um Maik Hahn nicht, was die Kulisse betrifft: „Es ist für uns nicht greifbar, wie viele Leute kommen werden. Aus dem Bauch heraus würde ich auf 250 Zuschauer schätzen. Wir wollen ein bisschen Werbung für den Sport machen und unseren Sponsoren etwas bieten“, betont Hahn. Los geht der Eventtag in Friedewald übrigens schon um 12 Uhr, vier Teams nehmen bei einem A-Junioren-Turnier teil. / kol

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