Quelle: Fuldaer Zeitung (17.10.2016)

Volleyball-Regionalligist Hünfelder Sportverein präsentierte sich am dritten Spieltag der Meisterschaftsrunde mit einer erfreulichen Leistungssteigerung gegenüber seinen beiden erfolglosen Heimspielen, zum Sieg bei seiner Auswärtspremiere reichte es jedoch nicht. Das Schlusslicht unterlag gestern Nachmittag beim Tabellensechsten TV Biedenkopf knapp mit 1:3-Sätzen – die dritte Niederlage in Folge.
Die Vorzeichen zum Gastspiel bei den Mittelhessen waren alles andere als gut. Im ohnehin dezimierten „Mini-Aufgebot“ standen mit dem Libero Thomas Prokein und Aleksander Dimitrov erkältungsbedingt auch noch zwei angeschlagene Akteure. Auswechselmöglichkeiten waren aufgrund der vorhandenen Personallage sowieso nicht möglich. Trotz der schlechten Ausgangslage vor der Partie bissen sich die HSV-Akteure ins Spielgeschehen. Im Auftaktsatz lieferten sie sich mit dem bis dato ebenfalls sieglosen Gastgeber ein ausgeglichenes Aufeinandertreffen. In diesem Abschnitt war es eine Partie auf Augenhöhe. In dessen entscheidenden Endphase hatten die Hünfelder das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite und retteten sich zum 25:23. Als gute und erfolgreiche Waffe erwies sich dabei ihr Aufschlag, der für Druck und gleichzeitig für Entlassung sorgte. Ein Hoffnungsschimmer zu diesem Zeitpunkt für das bislang geplagte Team aus Osthessen. Im weiteren Spielverlauf hatte die Mannschaft aus der Haunestadt allerdings ihre kleinen Schwächephasen, die sie immer wieder in Rückstand brachte. Das große Manko zeigte sich am Netz: mangelnder Druck und Variabilität in den Angriffen, zu wenig Zugriff im Block, um den Gegner zu bremsen. So musste Hünfeld mit 19:25 zunächst den Ausgleich hinnehmen. Das Gesamtbild änderte sich jedoch auch in der Folgezeit nicht: Die HSVler zeigten Spielfreude und hielten gut mit, aber es gelang ihnen nicht mehr, die kleinen Einbrüche zu unterbinden oder sich gar in den Vordergrund zu spielen. Auch bei den „Big Points“ hatte die gastgebende TVB-Formation oftmals den längeren Atem. Biedenkopf besiegelte seinen 3:1-Sieg mit 25:21 und 25:20.
Trotz der Niederlage hieß es am Ende beim Hünfelder SV: „Tendenz nach oben“. Denn das Team um Spielertrainer Uli Bönsch zeigte keine Spur von Resignation, sondern wartete mit großem Engagement und Zuversicht auf- trotz der misslichen Lage.

Hünfeld spielte mit: Marek Liwoch, Jakob Wall, Aleksander Dimitrov, Christopher Lau, Thomas Prokein, Uli Bönsch und Daniel Wehner, der eine hohe Erfolgsquote im Angriff vorweisen konnte. bb

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