Verbandsliga: HSV problemlos gegen Mengsberg

Wer auf solch ein Offensivfestival wie vor Wochenfrist gegen den SV Kaufungen 07 gehofft hatte, wurde zwar enttäuscht, dennoch hatte Primus Hünfeld gegen Schlusslicht Mengsberg keinerlei Probleme, gewann 2:0 (2:0) und kann sich schon am morgigen Sonntag vom SSV Sand zum Verbandsliga-Meister krönen lassen, sofern dieser gegen Lehnerz II zumindest einen Punkt holt.

„Natürlich werden wir morgen auf Torgranate den Live-Ticker verfolgen, das bietet sich ja an, weil unsere zweite Mannschaft ein Heimspiel hat. Aber prinzipiell bereiten wir uns auf Mittwoch vor, wo wir in Eschwege mit einem Punkt definitiv durch wären, das aber ein ganz schwieriges Spiel werden könnte“, will Hünfelds Abteilungsleiter Mario Rohde nicht zu früh feiern. Und das aus gutem Grund, denn gewänne Lehnerz II morgen und Hünfeld verlöre in Eschwege, es würde alles auf einen Showdown am letzten Spieltag gegen Lehnerz II hinauslaufen. Und den will der HSV mit aller Macht verhindern.
Dass nun ein Punkt genügt, war gegen Mengsberg nie wirklich in Gefahr, wenngleich das Spiel nicht toll war. Das lag allerdings nicht daran, dass der HSV den Gegner auf die leichte Schulter nahm, vielmehr stand Mengsberg so tief, dass die Hünfelder Hälfte gar nicht hätte abgestreut werden müssen. Lukas Berneburg griff als offensivster Spieler in der Regel nicht mehr als 35 Meter vor dem eigenen Tor an, machte mit einer Fünferkette und vier Mann davor die Räume ganz eng.

Schuch trifft, Schuch bereitet vor

Nicht selten spielte sich der HSV einen Wolf, ließ zwar beharrlich den Ball zirkulieren, manches Mal fehlte aber das Dribbling oder auch mal der Schuss aus der zweiten Reihe, denn mit dem guten Kombinationsspiel gelang es zu selten, um bis vors Tor zu kommen. Und mit zunehmender Spieldauer ließ die Spannung nach, weil der Gegner an diesem Tag eben keiner war und auch 50 Prozent Leistungsvermögen ausreichend waren. Den Spielern machte das Spiel kein Spaß, den Zuschauern auch nicht wirklich.

Dennoch war das Spiel zur Pause durch, weil zweimal die Tormusik erklingen sollte. Das erste Mal, als Sebastian Schuch Kevin Krieger bediente, der aus 15 Metern trocken ins rechte Eck traf (30.), das zweite Mal, als Julian Rohdes idealer Eckball von Schuch aus kurzer Distanz eingeköpft wurde (42.). Richtige Langeweile hatte indes HSV-Keeper Dennis Theisenroth, der nach drei Minuten gegen Okan Özalp zur Stelle gewesen ist, danach aber maximal noch dreimal den Ball berühren durfte.

Die Statistik:

Hünfelder SV: Theisenroth – Häuser (47. Wenzel), Faulstich, Witzel – Neidhardt, Bambey, Budenz, Rohde, Fröhlich – Krieger (73. Körner), Schuch (57. Bublitz).
TSV Mengsberg: Bechtel – Quehl, Schenk, Rama, Dingel, Fischer – Özalp (72. Eray), Hett, Sack, Reitz – Berneburg.
Schiedsrichter: Thorsten Eick (TSV Eifa).
Zuschauer: 220.
Tore: 1:0 Kevin Krieger (30.), 2:0 Sebastian Schuch (42.).

Autor: Johannes Götze

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