Hünfeld (pf) – www.osthessen-zeitung.de

Der Hünfelder SV hat das Kellerduell der Handball-Oberliga gegen den Vorletzten TSV Vellmar klar mit 28:38 (10:20) verloren. Dabei enttäuschte der HSV vor heimischer Kulisse auf ganzer Linie, wobei auch Trainer Georg Müller im Nachhinein Selbstkritik ausübte.

„Wir hatten in keiner Phase des Spiels Zugriff auf den Gegner und waren kämpferisch nicht auf dem Feld“, bemängelte Hünfelds Trainer Georg Müller, der mit seiner Mannschaft weiter auf dem letzten Tabellenplatz steht und die 21. Niederlage im 22. Saisonspiel kassierte. Allerdings nahm sich der HSV-Coach dabei auch selbst nicht von der Kritik aus und räumte ein: „Es war von Anfang an ein gebrauchter Tag – von der Mannschaft bis zum Trainer. Wir haben die Köpfe nicht freigekriegt und das, was ich mir überlegt hatte, hat nicht gut funktioniert.

Dabei erwischten die Hünfelder einen denkbar schlechten Start in die Partie und lagen schon nach sieben Minuten mit 1:6 hinten. Bezeichnend, dass Müller schon zu diesem Zeitpunkt die erste Auszeit nehmen musste. Allerdings änderte sich auch in der Folge nicht viel: Nachdem der HSV nach einer kurzen Druckphase wieder bis auf 6:9 herankam (15.), schalteten die Gäste wieder einen Gang höher und gingen nur wenig später mit 17:7 in Führung. Mit einem Drei-Tore-Vorsprung ging Vellmar anschließend auch in die Pause und legte auch nach dem Seitenwechsel los wie die Feuerwehr: Nach nicht einmal neun Minuten lag der HSV schon mit 13 Treffern hinten und konnte so in der Schlussphase nur noch Schadensbegrenzung betreiben

„Vellmar war keine überragende Mannschaft. Aber sie haben unsere Schwächen aufgezeigt und ohne Zweifel verdient gewonnen“, war Müller im Nachhinein vor allem über die Art und Weise enttäuscht, wie die Niederlage zustande kam: „Wir hatten zu keiner Zeit des Spiels eine Chance.“ Einen Lichtblick gab es aber dennoch: Alexander Unglaube kehrte nach neunwöchiger Verletzungspause auf die Platte zurück und war mit sechs Treffern direkt bester Werfer der Hünfelder neben Fabian Sauer. „Er er hat das richtig gut gemacht. Man hat gesehen, wie wichtig er für uns ist. Aber das war leider nur ein grauer Schatten über allem“, meinte Müller, der seinen Leistungsträger nach einem Schlag auf den Knöchel Mitte der zweiten Halbzeit vorsichtshalber runternahm. „Wir hoffen, dass es nicht so schlimm ist“, so Müller.

Hünfeld: Harseim, Krätzig; Sitzmann, Sauer (6/4), Fischer (3), Klein, Schott (5), Houston (1), Hyseni (3), Wald (2), Möller, Sandrock (1), Unglaube (6/1), Kircher (1).

Zuschauer: 300.

Vellmar-04-2018-16