Hünfeld (pf) – www.osthessen-zeitung.de

Handball-Oberligist Hünfelder SV musste sich am Samstagabend in eigener Halle der HSG Wettenberg mit 24:33 (14:18) geschlagen geben. Dabei bot das Team von Trainer Georg Müller den Gästen lange Zeit Paroli, konnte aber nach den Verletzungen von Felix Kircher und Fabian Sauer am Ende nicht mehr mithalten.

 „Wenn du mit neun Toren verlierst, sieht das natürlich schlecht aus. Aber ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen und bin eigentlich sogar zufrieden mit der Leistung, zumal wir während des Spiels zwei wichtige Rückraumspieler verloren haben“, resümierte HSV-Coach Georg Müller nach der Partie und wies auf die Verletzungen von Fabian Sauer und Felix Kircher hin. Sauer verletzte sich nach rund 20 Minuten am Knöchel und fiel für den Rest des Spiels aus, Kircher konnte wegen Wadenproblemen in der zweiten Hälfte nur noch arg eingeschränkt mitwirken. „Wir sind leider nicht so besetzt, wie das in der Oberliga nötig wäre“, musste Müller anerkennen und erklärte: „Wenn du dann gegen einen taktisch hervorragenden und körperlich starken Gegner gezwungen bist, das Tempo mitzugehen, ist es normal, dass die Fehlerquote zunimmt.“

Nachdem der HSV einen ganz schlechten Start erwischte und bereits nach zehn Minuten mit 2:9 hinten lag, fingen sich die Gastgeber nach kleinen taktischen Umstellungen wieder etwas und konnten durch eine kleine Serie immerhin auf 6:9 verkürzen. Dieser Rückstand von drei Toren hätte auch zur Halbzeit noch Bestand gehabt, hätte Hünfelds Alexander Unglaube nicht mit der Pausensirene einen Siebenmeter verworfen. So ging es zwar mit 14:18 in die Halbzeit, doch danach waren es die Hünfelder, die besser aus der Kabine kamen und sich zwischenzeitlich sogar bis auf 19:20 herankämpften. Allerdings konnte der HSV diesen Lauf – auch bedingt durch die beiden Ausfälle – nicht weiterführen, sodass es keine sieben Minuten später schon wieder 19:25 aus Sicht der Hausherren stand.

Schließlich änderte auch die erneut hervorragende Unterstützung der eigenen Fans nichts daran, dass der HSV in der Tabelle weiter auf dem letzten Platz rangiert. „Die Zuschauer sind kurz vor Schluss aufgestanden und haben für den Kampfgeist der Mannschaft applaudiert. Sogar die Gegner haben gesagt, dass unser Publikum das Beste der ganzen Liga wäre“, war Müller einmal mehr begeistert über den lautstarken Support von den Rängen. Der Rückstand des HSV auf den vorletzten TSV Vellmar ist nach der Niederlage allerdings sogar etwas angewachsen, da sich die Nordhessen in Wiesbaden ein Unentschieden erkämpfen konnten. Die nächste Chance auf den zweiten Saisonsieg hat das Team von Georg Müller wegen eines spielfreien Wochenendes erst in 14 Tagen, wenn das Gastspiel bei der HSG Pohlheim ansteht.

Hünfeld: Harseim, Krätzig; Sitzmann (3), Sauer (2), Fischer (3), Klein (1), Schott (1), Hyseni (1), Wald, Sandrock (1), Unglaube (6), Kircher (6), Krso.
Zuschauer:
350.

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