Hünfeld (pf) – www.osthessen-zeitung.de

Der Hünfelder SV hat sein Heimspiel in der Handball-Oberliga gegen Spitzenreiter HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II klar mit 15:36 (6:18) verloren. Gegen die mit bundesligaerfahrenen Spielern bestückten Gäste hatte das Tabellenschlusslicht zwar keine Chance, die Zuschauer in der Hünfelder Kreissporthalle feierten ihre aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft aber dennoch. Bereits am Sonntag könnte nun der Abstieg des HSV in die Landesliga besiegelt werden.

 „Jeder, der etwas von Handball versteht, hat gesehen, dass für uns absolut nichts zu holen war“, resümierte Hünfelds Betreuer Mario Schanz, für den am Ende aber wie wohl für jeden Hünfelder nicht das Ergebnis, sondern das Erlebnis gegen die Bundesliga-Reserve der HSG Wetzlar im Vordergrund stand: Denn mit Til Klimpke stand der HSV-Offensive ein bundesligaerfahrener Torhüter gegenüber, dazu brachten die Gäste mit Hendrik Schreiber und Fabian Kraft weitere Spieler mit, die bereits Erstliga-Luft schnuppern durften. „Die Zuschauer sind eine Minute vor Schluss aufgestanden. Wir haben gekämpft und nie aufgegeben und das ist von den Fans gebührend gefeiert worden. Dafür wollen wir ihnen danken“, war Schanz begeistert.

In Abwesenheit von ihrem grippekranken Trainer Georg Müller erwischten die Hünfelder vor einer tollen Kulisse von 400 Zuschauern einen ganz schwachen Start und lagen bereits nach zwölf Minuten mit 1:9 hinten. „Wir haben versucht, mit den fairsten Mitteln zu verteidigen. Aber sie sind mit Vollspeed angekommen und die Bälle sind eingeschlagen wie eine Kanonenkugel“, schilderte Schanz, wie sich seine Mannschaft auf der Platte fühlen musste. Mit zunehmender Spielzeit bekam die Hünfelder Defensive dann etwas mehr Zugriff und durch Tore von Kevin Houston, Felix Kircher und Niklas Fischer konnte der Rückstand zwischenzeitlich zwar auf 4:10 verkürzt werden, der Tabellenführer konnte jedoch zu jeder Zeit das Tempo wieder erhöhen und lag nur wenige Minuten später mit 16:4 vorne. Nach zwei weiteren Treffern auf jeder Seite ging es mit 6:18 aus Hünfelder Sicht in die Kabinen, anschließend war es mit Fabian Sauer sogar ein Akteur des HSV, der den zweiten Durchgang mit seinem Treffer zum 7:18 eröffnete. Immer wieder sorgte aber vor allem Dutenhofen/Münchholzhausens Mittelmann Hendrik Schreiber für Gefahr, der mit neun Treffern am Ende erfolgreichster Werfer des Spiels war. „Wir haben gekämpft und geackert, aber irgendwann haben auch die Kräfte nachgelassen“, so Schanz.

Am Ende stand eine klare 15:36-Niederlage für den HSV, der damit weiterhin abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz steht. Sollte der aktuelle Tabellenzehnte Umstadt/Habitzheim sein Auswärtsspiel am Sonntag in Vellmar gewinnen, würden die Hünfelder als erster Absteiger in die Landesliga feststehen.

Hünfelder SV: Harseim, Krätzig; Sauer (1), Fischer (1), Klein, Schott (1), Houston (1), Hyseni, Abel, Wald (1), Sandrock, Witzel, Kircher (7), Krso (3).
Zuschauer: 400.

Kircher