Quelle: Fuldaer Zeitung (13.02.2017)

Volleyball-Regionalligist Hünfelder SV unterlag am Samstagabend bei Liga-Sechsten Eintracht Frankfurt nicht unerwartet mit 1:3-Sätzen. Eine insgesamt ordentliche Leistung des Tabellenvorletzten aus der Haunestadt reichte an diesem Tag nicht aus, eine kompakt auftretende Heimmannschaft zu schlagen.
Das HSV-Team hatte die Reise in die Mainmetropole infolge der personellen Einschränkungen erneut mit kleinstem Aufgebot angetreten. Fehlende Wechselmöglichkeiten waren die Folge und – neben der mangelnden Trainingsintensität einzelner Spieler – ein weiteres Handicap.
Die Gäste aus Osthessen benötigten im ersten Satz eine gewisse Anlaufphase, um sich auf einen am Netz gut postierten Gastgeber einzustellen. Frankfurt agierte zu diesem Zeitpunkt sicher, hatte über die Mitte-Position zwei hoch gewachsene Angreifer, die ihr körperliches Plus einzusetzen und auszunutzen wussten. Hünfeld arbeitete sich jedoch langsam in die Partie. Nach dem 18:25-Auftaktsatzverlust konnte Hünfelds Spielertrainer Uli Bönsch und seine Schützlinge sich vermehrt Spielanteile erarbeiten. Hervorragende Arbeit leistete in der Partie vor allem die HSV-Abwehr, die gut postiert des Öfteren die Eintracht-Angriffe entschärfte und zu einem der besten Mannschaftsteile wurde. Im zweiten Durchgang hatten die Haunestädter mit einer sehr starken Passage sich die 23:19-Führung verdient, ehe sich eine hektische und spannende Satzschlussphase entwickelte. Hüben wie drüben ergaben sich Satzbälle für beide Parteien – den letzten verwertete Hünfeld in diesem umkämpften Spielabschnitt zum 31:29 für sich. In der sehr emotional geführten Auseinandersetzung ging manch einem Akteur auch die Nerven durch, so dass der Schiedsrichter zwischenzeitlich rote und gelbe Karten für Eintrachtler zückte, um wieder für Ruhe und Ordnung auf dem Feld zu sorgen.
Im dritten Durchgang verlief das Match sehr ausgeglichen, ohne dass sich eine Mannschaft absetzen konnte – bis zum 20:20. Ab diesem Zeitpunkt gelang es den HSVlern nicht mehr, sich in „Schussposition“ und den Gegner unter Druck zu bringen und seine Chancen zu verwerten. Frankfurt hingegen erspielte sich abgeklärt seine Punkte zum 25:21. Der Satzverlust zeigte bei den Gästen aus der Haunestadt Wirkung. Sie kamen nur noch bedingt in ihren Spielrhythmus, und am Ende war schließlich ganz die Luft aus der Partie. Nach der „Abbauphase der Gäste“ hatten die Mainstädter folglich leichteres Spiel – zum 25:15 und zum 3:1-Sieg. „Es war ein sehr ordentliches Spiel unsererseits. Die Abwehr war diesmal unser Prunk. Wir hätten gerne einen Punkt mit nach Hause gekommen“, war die Kurzanalyse von Uli Bönsch nach der Begegnung.

Hünfeld spielte mit: Jakob Wall, Marek Liwoch, Aleksander Dimitrov, Christopher Lau, Daniel Wehner, Uli Bönsch, Thomas Prokein (Libero). bb