Verbandsliga: Weber plant ungewöhnliche Vorbereitung

Sebastian Schuch (links) ist ein „gefühlter Neuzugang“ des Hünfelder SV – er gilt als Alternative für Defensive und Offensive. Foto: Siggi Larbig

Der Letzte will am Ende der Erste sein: Heute Abend startet Verbandsliga-Primus Hünfelder SV vergleichsweise spät in die Vorbereitung. Die Gründe dafür liegen für Trainer Dominik Weber auf der Hand.

Da wäre der verzwickte Spielplan: Für den 1. März ist der Start auswärts beim Letzten Körle terminiert, anschließend ist Hünfeld spielfrei, bevor am 14. März das Gipfeltreffen beim SC Willingen ansteht. Sowohl der Start als auch das Spiel im Sauerland zu dieser Jahreszeit könnten mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit ausfallen. Zudem sollte zumindest das Spiel in Körle mit dem gewonnenen Selbstverständnis des HSV eine Pflichtübung sein.Dementsprechend macht Weber auch kein Geheimnis daraus, „dass ich die Vorbereitung auf das Spiel in Willingen ausgelegt habe. Außerdem sollen die Jungs nicht den Spaß verlieren, wenn sie am Ende acht Wochen ohne wirklichen Wettkampf trainieren.“ Tatenlos seien seine Spieler allerdings nicht gewesen, hätten in den vergangenen zwei Wochen bereits einen individuellen Trainingsplan abarbeiten sollen, damit das Gros der Laufeinheiten bereits zum Start erfüllt sei.

Und so kann Weber den Fokus auch auf andere Elemente richten, wenngleich sowohl Defensive als auch Offensive schon jetzt ligaweit die Spitzenwerte aufweisen. Entsprechend gelte es auch, und vor allem den Fokus auf das Wesentliche zu richten. „Der Titelgewinn als anvisiertes Ziel steht über allem und damit auch über persönlichen Befindlichkeiten“, sagt Weber, der keine Nebenkriegsschauplätze zulassen möchte. Ein Beispiel nennt er direkt mit: „Da muss ein Spieler auch mal runterschlucken, wenn er nicht in der Startelf steht, weil der Mannschaftserfolg eben über allem steht.“ Weber möchte seine Amtszeit beim HSV mit seiner zweiter Verbandsliga-Meisterschaft krönen – zwei Hessenliga-Abstiege hatte er in den vergangenen sechseinhalb Jahren zu verkraften.

Neu ist nur Torwart Fabian Brunner, der von der SG Festspielstadt kam. Allerdings kann Weber auch wieder auf die Rekonvaleszenten Noah Quanz und Sebastian Schuch zurückgreifen, außerdem ist Franz Faulstich aus dem Ausland zurück. „Wir sind personell top aufgestellt, auch wenn uns Kevin Krieger nach seinem Knöchelbruch noch eine Weile fehlen wird“, sagt Weber. Ausreden will der Trainer schon zum Vorbereitungsstart ganz weit wegschieben.

Die Vorbereitungsspiele im Überblick:

Samstag, 1. Februar, 14 Uhr: Bad Salzungen

Samstag, 8. Februar, 14.30 Uhr: FSV Thalau

Mittwoch, 12. Februar, 19 Uhr: FC Eichenzell

Samstag, 15. Februar, 14.30 Uhr: Elters/E./S.

Samstag, 22. Februar, 14.30 Uhr: Gegner offen

Samstag, 7. März, 12.15 Uhr: TSV Pilgerzell

Autor: Johannes Götze