Verbandsliga: HSV mit ganz viel Spielfreude

 

Der Hünfelder SV hat trotz der eigentlich gelaufenen Saison noch jede Menge Bock auf Fußball – und das stellte der Verbandsliga-Dritte gegen den SV Neuhof beim 5:0 (3:0)-Erfolg auch eindrucksvoll unter Beweis.

Die erste Überraschung bot der Spielbericht, da tauchte beim HSV der Name Marek Weber auf. Der Stürmer hatte sich im Winter dank eines Stipendiums Richtung USA verabschiedet und wurde seither schmerzlich vermisst. Seit Samstag ist er wieder in Deutschland und wurde von Coach Dominik Weber auch direkt in den Kader befurfen. Für die Startelf reichte es zwar nicht, aber immerhin 35 Minuten durfte er noch ran. Sein Studium in Syracuse wird Weber zum kommenden Semster selbstredend wieder aufnehmen – steht aber nun bis zum 31. August zur Verfügung und kann somit auch in der kommenden Saison noch ein paar Spiele für den HSV bestreiten.

Doch bis Marek Weber sein Comeback im Trikot des HSV feiern durfte, war das Spiel lange entschieden, weil Hünfeld ein blitzsauberes Spiel ablieferte. Die 3:0-Führung war hochverdient, Neuhof verzeichnete seinen ersten Abschluss erst in der 42. Minute als Mateo Duvnjak über das Tor zielte. Hünfeld nutzte hingegen drei der sieben Hochkaräter. Das 1:0 erzielte Sebastian Schuch nach einem Budenz-Freistoß per Kopf am langen Pfosten (8.). Nummer zwei durfte sich Christoph Neidhardt auf die Fahnen schreiben, nachdem Steffen Witzel den Ball fünf Meter vor dem Tor etwas ungewollt querlegte (31.). Klasse war das 3:0, als Schuch die Balleroberung gelang, Neidhardt über Außen allen davonlief und Kevin Krieger per tollem Lupfer das Tor erzielte (33.). Neidhardt schnürte vom Elfmeterpunkt noch seinen Doppelpack, als Witzel von Eric Stephane Kengni Fotsing elfmeterreif gefoult wurde. Robert Simon setzte nach starker Vorarbeit Maximilian Fröhlichs den Schlusspunkt (86.).

Auch sonst zeigte sich Hünfeld extrem spielfreudig und bewies, dass die Saison nicht austrudeln soll. Für Zaungast Meik Voll eine nicht so tolle Nachricht, denn seine Fliedener müssen nächste Woche auf der Rhönkampfbahn ran und werden dort für den angestrebten Meistertitel einen Sieg benötigen. Von Neuhof musste man allerdings enttäuscht sein, von der guten Form aus den ersten Monaten des Jahres ist nichts mehr übrig. Fast ohne Ballbesitz, ständig zu weit von den Gegenspielern weg und ohne Aufbäumen fügte sich der Gast in die Niederlage – die deutlicher hätte ausfallen müssen.

Was ins Bild der Gäste passte: Bei einer klaren Abseitsentscheidung gegen Spielertrainer Radek Görner in der Schlussphase hörte er gar nicht mehr auf den Assistenten Manuel George gut hörbar über 30 Meter zu belabern. Der gute Schiedsrichter Sascha Bauer (Fritzlar) wollte ihm eigentlich gar keine Gelbe Karte geben, kam aber irgendwann nicht mehr drumrum. Ansonsten war das Spiel, das zuletzt immer wieder ganz heiß war, ausgesprochen fair.

Die Statistik:

Hünfeld: Ernst – Wahl, Helmke (74. Gadermann), Trabert (61. Simon), Witzel – Krenzer, Budenz – Neidhardt (55. Weber), Krieger, Fröhlich – Schuch.
Neuhof: Albayrak – Bräuer, Panic (54. Antoniev), Labudovic, Manns – Kengni Fotsing, Skugor – Schmitt, Duvnjak (61. Lazarevski), Curic – Görner.

Schiedsrichter: Sascha Bauer (Fritzlar).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Sebastian Schuch (8.), 2:0 Christoph Neidhardt (31.), 3:0 Kevin Krieger (33.), 4:0 Christoph Neidhardt (53., Foulelfmeter), 5:0 Robert Simon (86.).

Autor: Johannes Götze

Elfmezer Steffen Witzel