Gießen/Gelnhausen (pf) – Das war ein gebrauchtes Wochenende für die Volleyballer des Hünfelder SV: Die Frauen präsentierten sich im Landesliga-Gipfeltreffen bei der VGG Gelnhausen zwar nicht schlecht, gaben aber im ersten Satz eine hohe Führung aus der Hand und verloren letztlich mit 1:3 (22:25, 25:19, 22:25, 22:25). Mit dem gleichen Ergebnis fuhren die Männer aus Gießen nach Hause.

Landesliga: Gießener SV – Hünfelder SV 3:1 (25:22, 25:13, 16:25, 25:15)

Bereits im Vorfeld hatte Hünfelds Trainer Uli Bönsch eine schwere Aufgabe angekündigt, der selbst mit den Frauen nach Gelnhausen gereist war, dazu fehlten weitere Akteure bei den Männern. „Das war dann zu erwarten mit der Aufstellung und ein, zwei Leute mussten auch auf anderen Positionen als bisher spielen, das ist dann schwierig“, meinte Bönsch. Zumindest im ersten Durchgang führte der HSV lange, konnte den Satz aber nicht ins Ziel bringen. Zwei weitere Sätze verliefen dann deutlich gegen die Gäste, gänzlich unzufrieden war Bönsch aber nicht, „weil wir zumindest auch einen gewonnen haben“. Mit Aleksander Dimitrov wurde ein Akteur für das Spiel sogar reaktiviert, mehr war ohne genügend Alternativen allerdings nicht drin.

Hünfeld: M. Bönsch, Liwoch, Lochner, Schmidt, Wehner, Wessel, Dimitrov, Marte.

Frauen-Landesliga: VGG Gelnhausen – Hünfelder SV 3:1 (25:22, 19:25, 25:22, 25:22)

Es war sicherlich mehr drin für den HSV, der das Titelrennen offener denn je hätte gestalten können: „Knackpunkt war der erste Satz, den müssen wir gewinnen“, haderte Coach Bönsch. Warum? Die Hünfelderinnen lagen schon mit 22:17 vorne und gaben dann acht Punkte in Folge ab. „Das sollte nicht passieren und dann ist man auch ein bisschen selber schuld“. Gelnhausen war allerdings insgesamt auch etwas effektiver und nervenstärker, während Bönsch feststelle, „dass ein bisschen zu viel Aufregung bei einigen da war und wir zu viel wollten. Dadurch haben sich ein paar Nervositätsfehler eingeschlichen“. Die Chancen waren dennoch zu Genüge da, gewann doch der HSV den zweiten Satz deutlich und gestaltete auch die weiteren Durchgänge offen. Am Ende reichte es aber nicht, auch weil einige Begleitumstände für erschwerte Bedingungen sorgten: Der Bus blieb auf der Hinfahrt stehen, dazu waren nicht alle Spielerinnen bei 100 Prozent. „Wir werden weiter daran arbeiten: Wenn es drauf ankommt, musst du abliefern können“, richtete Bönsch den Blick schon nach vorne – und will die Saison keinesfalls austrudeln lassen, wobei der Titel nun vergeben scheint und auch nach hinten auf den Tabellendritten aus Kassel ein großes Polster besteht. Der Coach möchte seinen jungen Spielerinnen Einsatzzeiten geben, hinsichtlich des Systems etwas probieren und so schon mit Blick auf die neue Runde arbeiten. Und die Wahrscheinlichkeit ist zwar sehr gering, aber auch in Sachen Relegation ist noch etwas drin für den HSV.

Hünfeld: Brux, Bückner, Fetten, Schleicher, Schuhmann, Schneehoff, Pape, Prokein, Paul, Beyer

Quelle: https://www.osthessen-zeitung.de/einzelansicht/news/2020/februar/landesligen-huenfelder-13-pleiten-im-topspiel-war-mehr-drin.html (17.02.2020)