Quelle: Fuldaer Zeitung, 26.09.2017

Mit ihren Kräften völlig am Ende, aber dennoch glücklich waren Spieler und Coach des Hünfelder SV. Bei ihrer Heimpremiere gegen hochgehandelte Konkurrenten sorgte das wiederum in geänderter Formation aufgelaufene Team mit einem knappen Sieg und einer ebensolchen Niederlage erneut für Überraschendes. Gegen Aufsteiger Bergshausen musste Hünfeld nach Führung und Satzball noch das 26:28 einstecken. Und auch im zweiten Satz passte es infolge fehlender Abstimmung noch nicht (21:25). Aber die HSVler bewiesen Moral. Weniger Eigenfehler verbunden mit einer Leistungssteigerung und enormem Kampfgeist verhalfen zu größeren Spielanteilen und zum Ausgleich (25:18, 25:23). Im Entscheidungssatz trumpfte Hünfeld dann zum 15:6 und 3:2-Sieg auf. Die erste Schlacht war geschlagen, die nächste sollte gegen Meisterschaftskandidat Rodheim II folgen. Nach desolatem Start (7:25) ging es wieder aufwärts beim Gastgeber. „Es entwickelte sich ein klasse Spiel“ freute sich Spielertrainer Uli Bönsch nach der Partie. Zunächst musste die HSV-Truppe um Zuspieler Thomas Prokein, der vom Flughafen von Finnland kommend fast direkt aufs Spielfeld eilte, noch das 23:25 hinnehmen, aber eine erneut kämpferische Höchstleistung sorgte mit 29:27, 25:17 für den Ausgleich. Im Entscheidungssatz reichte es jedoch nicht mehr (11:15). Trotz der 2:3-Niederlage war Spielertrainer Bönsch stolz: „Die Jungs haben das richtig toll gemacht“. Der Kader: Thomas Prokein, Marek Liwoch, Alexander Gejn, Alexander Bender, Daniel Wehner, Christoph Bollgen, Valentin Marte, Spielertrainer Uli Bönsch und Neuzugang Oliver Növermann, der sich als Verstärkung im Team präsentierte.