Landesliga – Schwere Geburt für HSV – Dörges starkes Comeback

Fuldatal (fs) – Einmal tief durchatmen: Beim Drittletzten Fuldatal/Wolfsanger haben sich die Landesliga-Handballer des Hünfelder SV denkbar knapp und mit Glück mit 30:29 (11:14) durchgesetzt und den zehnten Saisonsieg gefeiert. Damit führt der HSV die Tabelle weiterhin mit vier Punkten Vorsprung an.

 „Das war eine ganz schwere Geburt“, muss HSV-Trainer Dominik Jäger zugeben. Sein Team ging zwar mit 1:0 in Führung, danach liefen die Hünfelder jedoch bis zur Pause einem Rückstand hinterher und kamen auch nach dem Seitenwechsel nicht richtig in Tritt. Eine Viertelstunde vor dem Ende lag der HSV sogar mit 17:23 hinten. Zwei schnelle Tore durch Fabian Sauer und Felix Rehberg in Überzahl brachten den Spitzenreiter jedoch wieder heran. Hünfeld drehte nun auf und kam Tor um Tor näher, bis schließlich Lennert Sitzmann vier Minuten vor dem Ende der Ausgleich zum 26:26 gelang. In der hektischen Schlussphase brachten dann erst Felix Rehberg und dann 19 Sekunden vor dem Ende Fabian Sauer den HSV in Führung. Nach dem Ausgleich durch Sven Hinz zehn Sekunden vor dem Ende war es dann ausgerechnet der Torschütze, der Fabian Sauer am Wurf hinderte und mit Rot vom Platz musste. Den folgenden Siebenmeter verwandelte Alexander Unglaube souverän zum 30:29-Sieg für den HSV in der letzten Sekunde des Spiels.

„Wir konnten nur die letzten 15 Minuten positiv gestalten, aber so ein Spiel muss man auch mal gewinnen. Man darf auch mal Glück haben und wenn man oben steht, gewinnt man solche Spiele eben“, meint Jäger, der lachend erklärt: „Aber nicht zu häufig. Solche Spiele sind nicht gut für mein Herz.“

Ein ganz starkes Comeback feierte Keeper Tim-Niklas „Tini“ Dörge, der zuletzt hauptsächlich in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kam: Samuel Masché hatte sich krankheitsbedingt abgemeldet und Christian Krätzig war noch angeschlagen, sodass Dörge einen Großteil der Minuten bekam und auch in der Schlussphase – unterstützt von einer nun gut stehenden 6-0-Abwehr – den Kasten sauber hielt. „Das ist das Schöne beim HSV: Wir haben drei sehr gute Torhüter, ich habe Tini am Sonntagmorgen angerufen und er hat sofort zugesagt und dann auch sofort seine Leistung gebracht“, lobt Jäger den Schlussmann.

Hünfeld: Krätzig, T.-N. Dörge; Sitzmann (3), Sauer (6/1), Schott (3), Houston (4), Müller, Hyseni, Sandrock, Unglaube (7/1), Krso, F. Rehberg (5), Kircher (2).

Zuschauer: 150.