Hünfeld (fs) –www.osthessen-zeitung.de

Die Landesliga-Handballer des Hünfelder SV sind wieder in der Spur, mit dem verrückten 43:39 (22:18)-Heimsieg gegen den Vorletzten aus Korbach ist HSV-Trainer Dominik Jäger jedoch nur bedingt zufrieden. Dennoch machten die Haunestädter den nächsten Schritt in Richtung Oberliga.

 „Eigentlich hätten wir 65 Tore heute machen müssen, wir hatten viele Fehlwürfe dabei. Und in der Defensive ist noch viel Luft nach oben, da waren wir zu verhalten und haben uns zu sehr geschont“, moniert Jäger, dem vor allem die letzte Viertelstunde nicht in den Kram passte: Zu dem Zeitpunkt führte der HSV eigentlich komfortabel mit 35:26 und hatte die Begegnung im Griff. Plötzlich agierten die Gastgeber jedoch in der Defensive zu fahrig und zu verhalten, vor allem Dave Alscher bekam die Hünfelder Abwehr nicht richtig in den Griff. Nachdem der HSV selbst sechs Minuten vor dem Ende noch mit 40:32 geführt hatte, kamen die Gäste Tor um Tor heran und verkürzten eine Minute vor dem Ende auf vier Tore (42:38). Der Sieg war zwar ungefährdet, das Auftreten ärgerte Jäger aber dennoch: „Ich hätte die Neun-Tore-Führung gerne durchgezogen. Da haben wir vorne zu viel vergeben und zu viele Tempogegenstöße gefangen, weil wir in der Abwehr nicht mehr so konsequent waren.“

Bis zu dem Zeitpunkt sahen die rund 400 Zuschauer in der Hünfelder Kreissporthalle eine enorm temporeiche Begegnung, was die am Ende insgesamt 82 Tore belegen: „Das war eine Mannschaft, die uns gelegen hat, weil sie das Tempo mitgegangen ist“, weiß Jäger, dessen Team nach dem zwischenzeitlichen 8:8 (13.) auf vier Tore absetzen konnte und den Vorsprung nach dem 22:18 zur Pause immer weiter ausbauen konnte. „Das Positive ist, dass wir gewonnen und die zwei Punkte geholt haben. Aber da waren viele Dinge dabei, die wir uns so nächste Woche in Hersfeld nicht erlauben dürfen“, nimmt Jäger sein Team in die Pflicht und fordert: „Es bleibt nach wie vor spannend. Wir müssen weiterhin Gas geben.“
Einer, der im Übrigen nichts für die Korbacher Aufholjagd konnte, war Daniel Werner: Der langjährige Hünfelder, Steinbacher und Neuhofer Fußballtorhüter feierte nach längerer Handballpause sein Comeback und kam in den letzten zehn Minuten zum Einsatz: „Wir haben ihn reaktiviert, da Christian Krätzig bekanntlich verletzt ist und Tim-Niklas Dörge beruflich nicht konnte. Daniel ist immer eine Alternative und hat die Woche über mittrainiert. In den letzten zehn Minuten hat er Spielpraxis gesammelt, hatte aber bei den meisten Toren keine Chance, da wurde er von seinen Mitspielern im Stich gelassen“, erklärt Jäger.

Hünfeld: Masché, Werner; Sitzmann (5), Schott (4), Houston (1), Müller (1/1), M.-P. Dörge (2), Abel, Unglaube (8/2), Krso (3), Kircher (11), Rehberg (8).

Zuschauer: 400.

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