Hünfeld (hg) – Großer Jubel beim Hünfelder SV: In der Handball-Landesliga mischen die Osthessen nach dem 31:30 (17:15)-Sieg gegen Wanfried weiter ganz oben in der Tabelle mit. Der Jubel in der mit 450 Fans gut besetzten Kreissporthalle war beim Ertönen der Schlusssirene groß. Ein bisschen zum Helden avancierte Alexander Schott, der 14 Sekunden vor Spielende den Siegtreffer erzielte, es war sein achtes Tor in der Partie.

Die Gastgeber glichen in der 55. Minute zum 29:29 aus und konnten keine 30 Sekunden später mit 30:29 in Führung gehen. HSV-Coach Dominik Jäger nahm daraufhin eine Auszeit und stellte auf 4-2-Abwehr um. „Dann haben sie Moral bewiesen“, lobt Jäger sein Team. In die Karten spielte den Haunestädtern auch eine Zwei-Minuten-Strafe, die sich die Gäste wenig später einhandelten. Kevin Houston glich in der 59. Minute aus, Wanfried nahm auch nochmal eine Auszeit, doch wenige Sekunden später warf Schott den HSV zum Sieg. „Als Wanfried kurz vor Schluss vorne lag, haben wohl die meisten schon geglaubt, dass es das war“, sagte Jäger. Es war die erste Führung des VfL im Spiel gewesen. Die Hünfelder hatten von Beginn an vorne gelegen, der Abstand schwankte zwischen einem und fünf Toren. Gerade am Anfang waren die Osthessen immer wieder Tempogegenstöße über die rechte Seite gelaufen. Einzig beim 15:15 (29.) hatten die Nordhessen vor dem 29:29 einmal ausgleichen können. In der 45. Minute führten die Gastgeber 25:20, fünf Minuten später war der Abstand beim 28:24 immer noch deutlich, dann arbeiteten sich die körperlich überlegenen Wanfrieder ran. „Es war ein Spitzenspiel auf hohem Niveau. Wir freuen uns riesig, dass wir weiter da oben stehen“, sagte Jäger: „Das ist für uns eine komplett neue Situation“. Für Wanfried war es die erste Saisonniederlage.

Hünfeld: Masche, Krätzig; Sitzmann (2), Sauer (7/4), Schott (8), Houston (3), Müller, Dörge, Abel (1), Sandrock (1), Unglaube (4), Krso (2), Rehberg (3), Kircher.

Zuschauer: 450.

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