Hünfeld (ms) –www.osthessen-zeitung.dd

Riesen-Stimmung, tosender Applaus, Jubelstürme. Ein traumhafter Abend liegt hinter den Handballern des Hünfelder SV: In der prall gefüllten Kreissporthalle in Hünfeld schlug die Mannschaft von Dominik Jäger die MSG Großenlüder/Hainzell mit 31:29 (20:14). Damit führt der HSV weiter die Landesliga-Tabelle mit drei Punkten Vorsprung an. Die Großenlüderer waren nach der Niederlage bitter enttäuscht.

800 begeisterte Zuschauer, Spannung und zwei Teams, die alles investierten und für spielerische Glanzpunkte sorgten – das Derby zwischen dem Hünfelder SV und Großenlüder/Hainzell hielt, was es versprach. Wenige Minuten vor der Schlusssirene erhoben sich alle Hünfelder Fans von ihren Sitzen und sangen für ihre Jungs vom HSV – Gänsehautfeeling pur. „Vor so vielen Zuschauern so einen Sieg einzufahren, ist einfach nur schön. So wollen wir weitermachen“, schwärmte HSV-Coach Dominik Jäger, dessen Team allerdings auch seine Schwächephasen hatte. Die Anfangsviertelstunde gehörte nämlich den Gästen, die das Spiel zu Beginn an sich rissen und nach 14 Minuten mit 8:4 führten. Dann allerdings zündeten die Gastgeber den Turbo und zeigten, warum sie an der Tabellenspitze stehen. Innerhalb von fünf Minuten drehten sie ihren Vier-Tore-Rückstand zu einer 10:9-Führung. Und dann schien der HSV-Express nicht mehr zu stoppen zu sein. Bis zur Halbzeit bauten die Hünfelder ihre Führung auf 20:14 aus. Allein sieben dieser 20 Hünfelder Treffer ging auf das Konto von Felix Kircher, der im Derby die meisten Treffer für die Gastgeber erzielte.

Nach dem Seitenwechsel wendete sich das Blatt allerdings wieder: Die Großenlüderer waren wie ausgewechselt und kamen wieder bis auf zwei Tore heran (20:18, 21:19, 22:20). Nun waren aber auch die Hünfelder wieder hellwach und bauten ihre Führung wieder auf fünf Tore auf. Auch wenn die MSG sich noch einmal verzweifelt versuchte, sich gegen die Niederlage zu stemmen, ließ sich der Tabellenführer den Sieg nicht mehr aus der Hand nehmen. „Wenn man am Ende in Hünfeld so knapp verliert, da fällt einem jeder Fehler ein, den man im Spiel gemacht hat. Hätten wir nur 50 Prozent unserer eigenen Fehler nicht gemacht, wäre das heute vielleicht anders ausgegangen“, haderte der völlig enttäuschte MSG-Trainer Matthias Deppe nach der Derby Schlappe: „Hünfeld ist einfach schon ein Stück weiter als wir und auch besser eingespielt. Trotzdem hätten wir gerne zumindest einen Punkt mitgenommen.“ Auch wenn der Tabellenfünften ohne Punkte nach Hause fahren musste, feierten die Fans ihre Mannschaft nach dem Spiel für eine engagierte Leistung.

Hünfeld: T. Dörge, Masché; Sitzmann, Sauer (1), Schott (6), Houston, Müller, M. Dörge, Abel (2), L. Rehberg, Unglaube (7), Krso (3), Kircher (8), F. Rehberg (4).

Großenlüder: Decher; Martin (2), L. Münker (1), J. Münker, Kreiss (1), B. Dimmerling (5), Alt, S. Münker (3), Malolepszy (8), L. Dimmerling (5), Blinzler (4), Waniek.

Zuschauer: 800.

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