Hünfeld (fs) – www.osthessen-zeitung.de

Souveräner Derbysieg für den Hünfelder SV in der Handball-Landesliga: Der Spitzenreiter gab sich im Derby gegen den TV Alsfeld vor einer tollen Kulisse von 400 Zuschauern keine Blöße und feierte einen verdienten 34:27 (17:11)-Heimsieg. Vor allem HSV-Keeper Christian Krätzig brachte die Gäste immer wieder zur Verzweiflung.

„Christian hat das wirklich gut gemacht und konstant gut gehalten“, lobt HSV-Trainer Dominik Jäger seinen Keeper, der im gesamten Spiel 20 Würfe der Gäste vereitelte. „Dabei waren freieste Würfe am Kreis oder bei Tempogegenstößen. Die Abschlussquote war einfach schlecht“, bemängelt Alsfelds Abteilungsleiter Frank Böcher, der zudem bemängelt, dass das Zeitstrafenverhältnis zu Hünfelds Gunsten ausgefallen sei. Dabei machten die Alsfelder anfangs vieles richtig und verschleppten das Spiel immer wieder, sodass es nach elf Minuten gerade mal 7:6 für den HSV stand. Die Alsfelder scheiterten dann jedoch immer wieder an Krätzig, während Youngster Lennert Sitzmann für den angeschlagenen Fabian Sauer (Schlag aufs Knie) im rechten Rückraum ein richtig gutes Spiel machte, Alsfelds Routinier Jochen Stradal in der Abwehr gut im Griff hatte und sich zudem sechs Mal in die Torschützenliste eintragen konnte.

Mit zunehmender Spielzeit zogen die Gastgeber immer weiter davon und führten zur Pause mit sechs Treffern, nach zwei Treffern von Sitzmann waren es nach rund 47 Minuten sogar acht Tore Vorsprung. Alsfeld ging nun mehr Risiko und verkürzte durch Stradal fünf Minuten vor dem Ende auf vier Tore. „Dann habe ich nochmal die Auszeit genommen und die Jungs wachgerüttelt“, erklärt Jäger, dessen Time-Out Früchte trug: Der HSV zog das Tempo nochmals an, Alsfeld spielte volles Risiko, wurde dafür jedoch nicht belohnt und lag nach Treffern von Benjamin Krso und Felix Kircher wieder mit sechs Treffern zurück. „Wir haben am Ende nochmal alles probiert, aber Christian Krätzig hat alles herausgeholt. Das war letztliche ausschlaggebend, Hünfeld hat mit zahlreichen Kontern viele Tore gemacht“, analysiert Böcher die Begegnung – wohlwissend, dass für den TVA die Punkte eher gegen andere Gegner geholt werden müssen. Der Hünfelder SV wiederum marschiert weiter in Richtung Titel. „Das war keine Meisterleistung, aber wir haben konstant gespielt“, weiß Jäger den Heimsieg genau einzuordnen.

Hünfeld: Masché, Krätzig; Sitzmann 86), Sauer (2/2), Schott (1), Müller (3), Abel, Unglaube (7/1), Krso (4), Kircher (8), Rehberg (3).

Alsfeld: Czypulowski, Krause; Harbusch (3), Koch (2), Stradal (9/2), Räther (2), Czaja (6), Peppler (4), Zinn (1).

Zuschauer: 400.

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