Hünfeld (fs) – www.osthessen-zeitung.de

So richtig wussten die Landesliga-Handballer des Hünfelder SV nach dem verdienten 28:22 (12:10)-Heimsieg gegen die HSG Twistetal gar nichts mit sich anzufangen – zu lange her war der letzte Sieg für den HSV. Am Ende ließ es das Team von Jonggi Pasaribu nach dem ersten Sieg nach fast einem Jahr im ersten Saisonspiel vor heimischem Publikum dann aber doch krachen.

 „Die Mannschaft wusste am Anfang erstmal gar nichts mit dem Sieg anzufangen, wir mussten sie dann erstmal zum Im-Kreis-Springen zusammenrufen. Die Jungs hatten völlig vergessen, wie man gewinnt“, erklärt HSV-Coach Jonggi Pasaribu – schließlich hatten die Hünfelder in der vergangenen Oberliga-Saison nur ein einziges Mal jubeln dürfen, der 31:29-Erfolg gegen die TSG Offenbach-Bürgel vom 1. Oktober 2017 ist aber auch schon fast ein Jahr her. Kein Wunder also, dass es einen Moment dauerte, um das Vollbrachte zu realisieren – danach ließen es die Hünfelder aber ordentlich krachen.

Auf der Platte zeigte der HSV dabei vor allem in der Abwehr wieder eine klasse Leistung, 22 Gegentore sprechen eine deutliche Sprache. Allerdings ist gerade vorne noch Luft nach oben: „Wir haben in der ersten Halbzeit nur zwölf Tore geschossen, das ist schlecht, das muss man so sagen. Wir haben das ansatzweise ganz gut gemacht, aber nicht konsequent bis zum Ende durchgespielt“, moniert Pasaribu.

Nach der 12:10-Halbzeitführung nahmen sich die Gastgeber einiges vor, vor allem aber, mutiger und mit mehr Drang zum Tor zu spielen. „Das ist soweit gut gelungen, wir lagen zwischenzeitlich mit neun Toren vorne, das war dann okay, auch wenn es im Angriffsspiel immer noch hakt“, analysiert Pasaribu, der betont: „Das darf noch nicht das Ende der Fahnenstange sein, da ist noch einiges an Luft nach oben.“ Nach dem zwischenzeitlichen 25:16 durch Lennert Sitzmann (50.) ließ der HSV erst in der Schlussphase Twistetal nochmal etwas herankommen, in den ersten 20 Minuten nach Wiederanpfiff hatte Hünfeld gerade mal sechs Tore zugelassen, in der Schlussphase war das Spiel dann entschieden. Bester Hünfelder war einmal mehr Felix Kircher mit neun Toren, aber auch Alexander Unglaube, der doch mitwirken konnte, traf immerhin fünf Mal.

Hünfeld: Dörge, Krätzig; Sitzmann (3), Sauer (6/1), Fischer, Klein (3), Hute, Hyseni, Krug (1), Abel (1), Sandrock, Sauerbier, Unglaube (5), Kircher (9).

Zuschauer: 300.

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