Wahlsburg (pf) – www.osthessen-zeitung.de

Der Hünfelder SV ist in der Handball-Landesliga weiter top, trat beim 30:23 (14:13)-Sieg bei der HSG Wesertal allerdings nur in den letzten zehn Minuten wie ein Tabellenführer auf. Zuvor gefiel Trainer Jonggi Pasaribu überhaupt nicht, was er sah – und entsprechend fand er nach der Partie deutliche Worte. „Das Ergebnis täuscht ein bisschen über den Verlauf des Spiels hinweg. Eigentlich hätte das Ding relativ knapp ausgehen müssen“, erklärte HSV-Coach Jonggi Pasaribu, der absolut unzufrieden mit dem war, was seine Mannschaft über weite Strecken der Partie anbot: „Das Spiel war lange unglaublich schlecht von uns geführt. Wir spielen 50 Minuten einen Riesen-Rotz auf der Platte, machen zu viele technische Fehler, Fehlwürfe und haben in der Abwehr zu große Lücken. Das war nicht das, was ich gefordert, sondern angemahnt hatte“, wurde Pasaribu deutlich.

Zu Beginn lieferten sich beide Teams ein enges Spiel, Führungswechsel gab es zunächst jedoch keine. Der HSV legte immer wieder vor, konnte sich aber auch nicht wirklich absetzen. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde ging dann Wesertal erstmals in Front und traf zum 7:6. Doch die Hünfelder blieben durch den Ausgleich von Julian Möller im Spiel und erarbeiteten sich bis zur Pause einen knappen Vorsprung. Nach der Halbzeit ging es zunächst ausgeglichen weiter, wobei die Hausherren zwischenzeitlich einen Vier-Tore-Rückstand aufholen konnten und auf 21:21 (50.) stellten. „Wesertal hat 50 Minuten aufopferungsvollen Handball gespielt und uns das Leben so schwer wie möglich gemacht. Dann sind wir aufgewacht, haben Gas gegeben und uns auf das besonnen, was wir können“, schilderte Pasaribu die Schlussphase, in der seine Mannschaft den Hebel umlegte, plötzlich wie entfesselt spielte und schnell bis auf 27:21 (57.) davonziehen konnte. Damit war die Partie entschieden, Hünfelds Alexander Unglaube machte kurz vor Schluss dann noch die 30 Tore voll. Damit führt der HSV die Tabelle der Landesliga weiter an und hat am kommenden Wochenende das Derby gegen die TG Rotenburg vor der Brust.

Hünfeld: Masché, Krätzig; Sitzmann (5), Sauer (5/1), Houston (2), Hyseni (1), Krug, Abel (3), Sandrock (1), Unglaube (6), Kircher (3), Möller (4).

Zuschauer: 220.