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Setzen sich die Handballer des Hünfelder SV schon am Samstag (18 Uhr) beim Eschweger TSV die Krone auf? Sackt der Landesliga-Spitzenreiter einen Punkt mehr als der VfL Wanfried ein, ist dem HSV schon vor den letzten drei Saisonspielen die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen. Außerdem steigt am Samstag das Derby des TV Hersfeld gegen die TG Rotenburg (18.30 Uhr in Bad Hersfeld).

 Rechnet man die Punktabzüge gegen den TV Hersfeld und Wanfried mit ein, ist der TVH schon raus aus dem Titelrennen, da der direkte Vergleich zwischen dem HSV und Hersfeld für die Hünfelder spricht. Verliert Wanfried, reicht den Hünfeldern sogar ein Unentschieden, um sich vorzeitig zum Landesligameister zu machen. Bei einem Unentschieden des VfL gegen die HSG Fuldatal/Wolfhagen müssten die Hünfelder gewinnen. „Ich rechne ganz einfach: Wenn wir alle Spiele gewinnen, sind wir Meister. Und das wollen wir schaffen“, betont Hünfelds Trainer Dominik Jäger einmal mehr: „Die Jungs werden da die Punktabzüge der anderen schon eher im Blick haben.“ Dennoch: Selbst wenn der HSV am Wochenende einen Punkt mehr holt als Wanfried, steht für Jäger fest: „Wir feiern jeden Sieg, aber wir werden keine Meisterschaftsfeier machen.“

Damit es gegen Eschwege zum 18. Saisonsieg reicht, müssen die Hünfelder vor allem die starken Rückraumspieler der Gastgeber – allen voran Tomislav Zidar – in Schach halten. „Eschwege hat eine sehr körperbetonte Spielweise und will mit Sicherheit gegen uns punkten, um sich nicht mehr mit dem Thema Abstieg beschäftigen zu müssen“, meint Jäger und fügt hinzu: „Ihre Fans werden die Eschweger wieder gut unterstützen. Die Halle ist ein richtiger Hexenkessel.“ Allzu sehr wollen sich die Hünfelder aber nicht mit ihrem kommenden Gegner beschäftigen, sondern sich viel mehr auf ihr eigenes Spiel konzentrieren: „Unsere Stärke ist das Tempo im Spiel nach vorne. Das wollen wir auch am Samstag wieder aufs Feld bringen. Läuferisch sind wir sicherlich besser aufgestellt als Eschwege. Das müssen wir ausspielen.“ Im vielleicht schon vorentscheidenden Spiel wird weiterhin Keeper Christian Krätzig fehlen. Ob Mark-Peter Dörge (Bänderanriss) rechtzeitig wieder fit wird, ist noch unklar.

Auch für Hersfelds Trainer Dragos Negovan spielt der Punkteabzug aktuell keine Rolle: „Das ist bei uns schon lange kein Thema mehr. Wir schauen nur, wie es aus sportlicher Sicht in der Tabelle aussieht.“ Derzeit sind die Hersfelder Tabellenzweiter und lässt man die fünf Zähler Abzug außer Acht, haben sie nur zwei Punkte weniger als der Hünfelder SV. „Wir wollen alle Spiele gewinnen, die wir noch haben. Mal schauen, ob Hünfeld noch einmal patzt. Dann wollen wir da sein“, meint Negovan, der mit seinem Team dem kommenden Wochenende entgegensehnt. Denn dann trifft der TVH auf die TG Rotenburg. „Wir freuen uns auf das Derby. Die Spannung ist da schon größer als vor anderen Spielen“, gibt der Hersfelder Coach zu und betont: „Die beiden Mannschaften kennen sich so gut, da gibt es keine Geheimnisse. Ich denke, die Tagesform wird entscheidend sein. Wir bereiten uns gut auf das Derby vor.“ Gegen Rotenburg will der TVH hinten gut stehen und in der Offensive kreative Lösungen gegen die Rotenburger Abwehr finden. „Im Hinspiel ist uns das gut gelungen und das wollen wir auch am Samstag wieder schafften“, fordert Negovan, der mit seinem kompletten Kader antreten kann und auf eine volle Halle hofft.

 

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