Wanfried (pf) – www.osthessen-zeitung.de

Der neue Tabellenführer der Handball-Landesliga kommt aus Hünfeld: Mit dem 23:20 (9:12)-Sieg beim VfL Wanfried eroberte der HSV am Samstagabend die Tabellenspitze und blieb dank einer grandiosen Aufholjagd auch im dritten Saisonspiel ungeschlagen.

 „Das war eine wahninnige Leistung vom Kollektiv. Die Jungs haben alle gefightet und nur 20 Tore auswärts zu kriegen, ist Wahnsinn. Die Stimmung war Weltklasse“, freute sich HSV-Keeper Christian Krätzig über die grandiose Leistung seiner Mannschaft und den Sieg, der anschließend im Bus auf der Heimfahrt mit den zahlreichen mitgereisten Fans noch ausgiebig gefeiert wurde. „Wanfried war gut auf uns eingestellt, aber wir auch auf sie“, analysierte Krätzig und sprach von einer „überragenden Abwehrarbeit“, seines Teams, das nach dem zweiten Sieg im dritten Spiel nun Tabellenführer ist und diese Position am kommenden Wochenende gegen Vellmar behaupten will. „Wir wollen in jedem Spiel alles geben und versuchen, oben mitzuspielen. Das ist sensationell und wir nehmen es gerne an“, sagte der Hünfelder Torhüter.

Dabei war Krätzig mit vielen unglaublichen Paraden einer der Protagonisten, die das Spiel nach dem 9:12-Pausenrückstand der Hünfelder im zweiten Durchgang völlig auf den Kopf stellten. „Auch Lennert Sitzmann war überragend und hat in den richtigen Augenblicken gezündet“, lobte Krätzig, der von einer „fulminanten“ zweiten Halbzeit sprach – offensiv wie defensiv. Kurz nach der Pause konnte der VfL dem Druck der Hünfelder zwar noch standhalten, nach etwas mehr als 42 Minuten erzielte Sitzmann dann aber den Ausgleich zum 16:16 – und spätestens von da an lief es für den HSV: Gegen einen guten Gegner hielten die Haunestädter das Unentschieden und beide Teams schaukelten sich noch bis zum 18:18 hoch, ehe der HSV sich durch die Treffer von Sitzmann und Felix Kircher entscheidend auf 20:18 absetzen konnte. Genau diese beiden besorgten auch die Tore zum 21:19 und 22:19 in den Schlussminuten und brachten die Gäste endgültig auf die Siegerstraße. Den Schlusspunkt setzte erneut Sitzmann und sorgte für kollektiven Jubel bei den Hünfelder Fans auf den Rängen.

Hünfeld: Krätzig, Simon; Sitzmann (6), Sauer (6/5), Fischer, Klein (2), Hyseni, Krug (1), Sandrock (2), Sauerbier, Unglaube (2), Kircher (4), Möller.

Zuschauer: 150.

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