Hünfeld (pf) – www.osthessen-zeitung.de

Handball-Landesligist Hünfelder SV kommt auch weiterhin nicht wirklich in Tritt: Gegen die MSG Körle/Guxhagen gab es am Samstag vor heimischem Publikum eine 29:31 (18:19)-Pleite, für den einstigen Tabellenführer war es bereits das vierte Spiel in Folge ohne Sieg.

Es dauerte bis kurz vor der Halbzeit, als der HSV erstmals überhaupt in Führung gehen konnte: In Minute 29 stellte Alexander Unglaube – mit fünf Treffer gemeinsam mit Niklas Fischer und Julian Möller bester Werfer der Hünfelder – auf 18:17, doch auch dieser Vorsprung hielt nicht lange, sodass die Gastgeber zur Pause schon wieder mit einem Treffer zurücklagen. „Es war ärgerlich. Sie waren nicht unschlagbar“, haderte Hünfelds Nils Krug, der sich drei Mal in die Torschützenliste eintragen konnte.

Nach der Halbzeitpause war die Partie weiterhin extrem spannend und umkämpft, ein Sieger war lange nicht auszumachen. Erst Mitte des zweiten Durchgangs zeichnete sich eine Tendenz zugunsten der MSG Körle/Guxhagen ab, die sich innerhalb von zehn Minuten von 23:23 (40.) auf 27:23 (50.) absetzen konnte. „In der Phase haben wir schlecht gespielt und schlecht verteidigt“, so HSV-Coach Jonggi Pasaribu: „Das hat uns das Genick gebrochen.“ Der HSV konnte diesen Rückstand dann nicht mehr wettmachen und musste schließlich die vierte Saisonpleite einstecken, mit der das Punktekonto nun bei 12:10 steht – die Titelträume haben damit einen weiteren Dämpfer erhalten. „Phasenweise war es echt gut, aber wenn man dann vier Tore Rückstand hat, wird es schwer. Wir haben nochmal versucht, alles reinzuwerfen, aber haben das Ding in der Abwehr verloren“, analysierte Krug nach der Partie. Die Wende soll und muss nun in den kommenden Spielen gegen die Aufsteiger Werra WHO und Bettenhausen gelingen, ansonsten geriet die Tabellenspitze womöglich in weite Ferne. „Wir haben jetzt noch ein paar Spiele vor uns, wo wir sagen, die müssen wir auf jeden Fall gewinnen“, brachte Krug auf den Punkt.

Hünfeld: Masche, Voß, Krätzig; Sitzmann (2), Sauer (4/3), Fischer (5/2), Houston (1), Hyseni, Krug (3), Sandrock, Sauerbier, Unglaube (5), Kircher (4), Möller (5).

Zuschauer: 300.

Körle-11-18-1a