Hünfeld (nk) – Die Handballer des Hünfelder SV spielen eine herausragende Saison und könnten diese mit der Meisterschaft krönen. Im Vorfeld des Derbykrachers heute Abend in Hersfeld hat sich Hünfelds Abteilungsleiter Martin Abel zum Spitzenspiel, zu den Planungen im Falle des Aufstiegs und zur Trainerfrage geäußert.

 „Es wird ein ganz schweres Auswärtsspiel. Der TV Hersfeld hat zuhause noch keinen Punkt abgegeben“, betont Abel: „Ich sehe uns nicht unbedingt in der Favoritenrolle, jedoch geben wir das Spiel nicht verloren, bevor es gespielt ist. Die Chancen stehen 50:50, leichter Vorteil für Hersfeld.“ Sollte der Hünfelder SV am Samstagabend das Spitzenspiel für sich entscheiden, wäre das ein großer Schritt in Richtung Oberliga. Allerdings betont Abel, dass nicht der TVH, der ja noch fünf Punkte wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls abgezogen bekommt, der ärgste Konkurrent auf den Titel sei, sondern Wehlheiden und Wanfried noch ein Wörtchen im Aufstiegskamp mitsprechen.

„Wir würden auf jeden Fall den sportlichen Aufstieg wahrnehmen. Das sind wir der Mannschaft schuldig, die die super Leistung erbracht hat“, betont Abel. Falls der Hünfelder SV nächste Saison in der Oberliga spielt, seien gewisse Verstärkungen notwendig, jedoch gibt Abel zu verstehen: „Wir wollen und werden keine fremden Spieler für viel Geld verpflichten. Das ist überhaupt nicht in unserem Sinn. Wir wollen unsere eigene Mannschaft weiterentwickeln und zur Not regionale Spieler integrieren, die bereit sind, mit uns Oberliga zu spielen.“ Der Hünfelder SV möchte nicht mit Scheinen um sich werfen und somit die Existenz des Vereins aufs Spiel setzen. Es sei zu erwarten, dass es auf jeden Fall eine schwere Saison in der Oberliga werden würde. „Sollten wir dann absteigen, hätte man weiterhin eine schlagkräftige Truppe aus heimischen Spielern. Wir bieten eine sportliche Perspektive und eine gute Kameradschaft im Team, das ist uns wichtig“, erklärt Abel: „Jeder weiß, wie schwer es in der Oberliga ist. Ist eine Leistungssteigerung zu erkennen, dann haben wir mit Sicherheit schon was erreicht.“

Zur Trainerfrage gibt es wenig Neues. In den nächsten drei bis vier Wochen soll die Entscheidung zur Nachfolge des scheidenden Dominik Jäger fallen wird. „Wir sind uns relativ einig. Es gibt noch das eine oder andere zu besprechen, jedoch ist der Kreis der Kandidaten ganz eng“, teil Abel mit.

Abel