Hünfeld (pf) – www.osthessen-zeitung.de

Jubel in Hünfeld: Die Landesliga-Handballer des HSV haben das Landesliga-Topspiel gegen den TSV Vellmar am Samstagabend mit 30:25 (18:7) für sich entschieden und sind damit wieder Spitzenreiter. Beeindruckend: Beim Duell der Oberliga-Absteiger lagen die Hünfelder vor heimischem Publikum nicht einmal hinten.

  Nach dem Sieg sind die Hünfelder das einzige noch ungeschlagene Team der Liga und grüßen mit drei Siegen und einem Remis wieder von der Tabellenspitze. „Das war eine super mannschaftliche Leistung“, lobte Keeper Christian Krätzig. Zwei Akteure stachen dabei dennoch heraus: Einerseits erneut Lennert Sitzmann, der sieben Tore aus dem Spiel heraus erzielte, und andererseits Krätzig selbst, der im ersten Durchgang nur sieben Gegentreffer kassierte. „Vellmar war die erwartet schwere Mannschaft, aber sie sind des Öfteren an mir gescheitert und dann ins Hintertreffen geraten“, strahlte Krätzig, für dessen Team die Feier nach dem Spiel erst so richtig begann.

Zunächst begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, wobei der HSV immer wieder vorlegen und die Gäste aus Nordhessen immer wieder ausgleichen konnten. Das schaukelte sich knapp neun Minuten bis zum Stand von 5:5 hoch, ehe die Hünfelder aufs Gaspedal drückten und sich innerhalb von sieben Minuten auf 10:5 absetzen konnten. Danach war Vellmar verunsichert und die Hausherren machten vor einer tollen Kulisse in der Hünfelder Kreissporthalle weiter Dampf: Beim Stand von 13:7 (23.) startete das Team von Jonggi Pasaribu den nächsten imposanten Lauf und erarbeitete sich den 18:7-Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel schienen die Hünfelder die Angelegenheit dann sogar noch eindeutiger zu gestalten: Nach knapp 35 gespielten Minuten stand es 21:10. In der Folge konnte der TSV allerdings wieder etwas verkürzen und ging mit einem Acht-Tore-Rückstand in die Schlussviertelstunde, in der sich die Gäste auch bedingt durch die Wechsel auf Seiten des HSV weiter herankämpfen konnten. Die Haunestädter aber setzten immer wieder entscheidende Nadelstiche und hielten ihren Vorsprung souverän bis zum Ende. „Wenn wir es durchgezogen hätten, wäre die Niederlage für Vellmar noch deutlicher ausgefallen“, schilderte Krätzig abschließend die Kräfteverhältnisse und war über den Sieg ebenso glücklich wie Betreuer Mario Schanz: „Vellmar hätte noch zwei Wochen spielen können und sie hätten trotzdem nicht gewonnen. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung und die Abwehr war super eingestellt“, sagte Schanz, der die 400 Zuschauer für ihre tolle Unterstützung lobte und feststellte, „dass wir aus der Oberliga-Saison gelernt haben“.

Hünfeld: Masché, Krätzig; Sitzmann (7), Sauer (7/6), Fischer (2), Klein, Hyseni, Krug (1), Abel (1), Sandrock (1), Sauerbier, Unglaube (4), Kircher (7), Möller.

Zuschauer: 400.

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