Verbandsliga:Derby klare Geschichte

Auch im dritten Derby nach dem Wiederaufstieg war für den RSV Petersberg gegen den Hünfelder SV nichts zu ernten. Auf der Rhönkampfbahn war das Spiel bereits zur Pause gelaufen, letztlich setzte sich der Gastgeber mit 4:0 (3:0) durch.

RSV-Coach Rolf Gollin vertraute einem 4-4-2 und wollte Hünfeld möglichst früh unter Druck setzen, was sich zwar in den ersten 20 Minuten vielversprechend anließ, zwei Großchancen ermöglichte, die jeweils Tim Stenger initiierte, allerdings einmal von Franz Faulstich auf der Linie geklärt wurde (12.) und einmal Adrian von Pazatka nur das Außennetz traf (19.).

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Allerdings konnte Petersberg das frühe Anfangstempo nicht durchhalten, ließ das Spielfeld streckenweise aber zu groß, Hünfeld legte gleichermaßen immer mehr Spielkontrolle an den Tag, erspielte ein klares Chancenplus und entschied das Spiel bis zur Pause mit drei Toren. Tor Nummer eins: Linksverteidiger Manuel Kröning setzte eine vielleicht noch leicht abgefälschte am verdutzten RSV-Keeper Christian Beikirch vorbei ins Tor (14.). Und auch das 2:0 durfte sich Kröning auf die Fahnen schreiben, nachdem Beikirch gegen Sebastian Schuch noch klasse hielt, der Abstauber wohl aber hinter der Linie war. Petersbergs Proteste stießen auf taube Ohren, Sven Bambey hätte das Leder aber wohl ohnehin noch reingedrückt (34.).

Trostloser zweiter Durchgang

Jetzt setzte Hünfeld alles daran, für klare Verhältnisse zu sorgen, was letztlich Kevin Krieger gelang. Klasse wie sich Julian Rohde trotz zweier klarer Textilvergehen nicht fallen ließ, stark wie Schiedsrichter Felix Ebert (Kirtorf) die Vorteilsregel auslegte und noch stärker, wie Sebastian Körner uneigennützig Rohdes Steilpass auf Krieger querlegte (44.).

Und der Sieg war ab da zu keiner Sekunde gefährdet, allerdings war das Spiel nur noch gute 15 Minuten ansehnlich, danach wollten beide Teams bei einsetzender Dämmerung nicht mehr so wirklich. In jener Viertelstunde durften sich beide Keeper auszeichnen: Beikirch hielt klasse gegen Schuch (46.), Franz Faulstich (53.) und Krieger (62.), auf der anderen Seite versaute Jonas Hosenfeld Julian Wehner das persönliche Erfolgserlebnis dank einer klasse Fußabwehr (54.).

Zusätzliche Verletzte gab es hingegen auf beiden Seiten: Hünfelds Sven Bambey und Stenger blieben angeschlagen in den Kabinen, dazu erwischte es Doppeltorschütze Kröning, der humpelnd das Feld verließ. Keine guten personellen Aussichten für die Aufgaben am Dienstag, da spielt Hünfeld zu Hause gegen Willingen und Petersberg empfängt ebenfalls um 15 Uhr den CSC 03 Kassel.

Die Statisik:

Hünfelder SV: Hosenfeld – Körner (78. Wiegand), Trabert, Faulstich, Kröning (74. Witzel)– Bambey (46. Bublitz), Budenz – Krieger, Rohde, Fröhlich – Schuch.
RSV Petersberg: Beikirch – Ehresmann (67. Grösch), M. Aschenbrücker, Brzoza, Vogt – Wingenfeld, Wehner – Kücükler (87. Reinhard), Zehner – von Pazatka, Stenger (46. Kilian).

Schiedsrichter: Felix Ebert (FSG Kirtorf).
Zuschauer: 400.
Tore: 1:0 Manuel Kröning (14.), 2:0 Manuel Kröning (34.), 3:0 Kevin Krieger (44.), 4:0 Marius Bublitz (89.).

Autor: Johannes Götze

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