Hünfeld – Von Melina Stock – www.osthessen-zeitung.de

Mission Titelverteidigung geglückt: Hessenligist SV Steinbach hat das Endspiel des Fußball-Kreispokals Lauterbach-Hünfeld beim Hünfelder SV mit 2:1 (1:1) gewonnen. Gegen stark ersatzgeschwächte Steinbacher fanden die Hünfelder auf der heimischen Rhönkampfbahn kaum ein Mittel und verloren am Ende verdient.

„Die Jungs haben das heute super gemacht. Der Sieg für uns ist hochverdient“, freute sich Steinbachs Trainer Kalle Müller nach dem Spiel. Mit der letzten Aktion des Spiels hätten die Steinbacher allerdings fast noch den Ausgleich kassiert: HSV-Keeper Sebastian Ernst ging bei einem Freistoß von Lukas Budenz mit nach vorne und kam zum Abschluss. Sein Schuss aus 14 Metern segelte aber knapp über den Steinbacher Kasten und so blieb es beim 2:1 für den Hessenligisten, der den Pokalsieg ausgelassen feierte. „Nachdem wir den Klassenerhalt geschafft haben, haben wir jetzt schon wieder einen Grund zum Feiern“, strahlte SVS-Coach Müller und kündigte an: „Wir werden jetzt noch das eine oder andere Bierchen trinken. Das hat sich die Mannschaft verdient.“

Bei den Hünfeldern hingegen war die Enttäuschung nach dem Spiel groß. „Ich denke, Steinbach war heute einfach die glücklichere Mannschaft. Wir haben uns vorne teilweise ein bisschen zu blöd angestellt“, fand HSV-Defensivspezialist Thorsten „Toto“ Trabert klare Worte.

Dabei begannen die Hünfelder druckvoll und setzten ihre Außen durch schöne Diagonalbälle in Szene. Das erste Tor erzielten allerdings die Steinbacher: SVS-Kapitän schlug einen langen Ball auf Sascha Schleinig. Der nahm das Leder gut mit und fand in der Mitte Nikola Milenkovski, der noch einen Hünfelder stehen ließ und dann eiskalt blieb (6.). Doch die Gastgeber hatten die passende Antwort parat: Keine zwei Minuten später setzte sich Maximilian Fröhlich im Strafraum der Steinbacher durch und bugsierte die Kugel mit Hilfe des Innenpfostens zum 1:1 ins Netz. Bis auf eine Chance für Hünfeld durch Marek Weber und eine Möglichkeit für die Steinbacher durch Mirko Bott passierte in der ersten Hälfte nicht mehr viel. Beide Teams leisteten sich viele Abstimmungsprobleme, sodass – auch wegen zahlreicher kleinen Fouls – kein richtiger Spielfluss zustande kam.

Nach dem Seitenwechsel schockten die Gäste den HSV erneut: Nach einem Ballverlust der Hünfelder reagierte Steinbach blitzschnell, Schleinig wurde in der Mitte bedient, setzte seinen Körper schön gegen Oliver Krenzer ein und schob den Ball überlegt an Ernst vorbei ins Steinbacher Glück. Der HSV war erneut um eine schnelle Antwort bemüht, doch Steinbach stand hinten gut, Hünfeld rannte vergeblich an und der SVS war zudem bei Kontern gefährlich. So tauchten Schleinig und Petr Paliatka nach schönen Kombinationen frei vor Ernst auf, doch der HSV-Keeper hielt die Hünfelder im Spiel. Für den Ausgleichstreffer konnte aber auch der Schlussmann bei seinem Versuch kurz vor dem Schlusspfiff nicht mehr sorgen. Unterm Strich steht ein verdienter Pokalsieg für den SV Steinbach. „Uns ist nach vorne nicht so viel eingefallen und uns hat die letzte Aggressivität gefehlt“, musste Hünfelds Trabert zugeben und auch Müller betont: „Wir standen hinten sicher und haben fast nichts zugelassen – und das ohne neun Hessenligaspieler.“ Unter anderem fehlten dem SVS Stratege Michael Wiegand, Daniel Hanslik, Julian Rohde, Tom Wiegand und Sasa Dimitrijevic.

Hünfeld: Ernst; Wahl, Schuch, Weber, Fröhlich (26. Simon), Krieger (56. Trabert), Witzel, Krenzer, Neidhardt, Budenz, Helmke (83. Kircher).

Steinbach: Motzkus; Petrasch, Trabert, Milenkovski (83. S. Bott), Münkel, Paliatka, Schleinig, Fladung, M. Bott, Schaub, Schwab.

Schiedsrichter: Tobias Lecke (Bebra)

Tore: 0:1 Nikola Milenkovski (6.), 1:1 Maximilian Fröhlich (8.), 1:2 Sascha Schleinig (49.)

Zuschauer: 450.

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