Hünfeld/Burghaun (ms) – www.osthessen-zeitung.de

Alle Jahre wieder: Zum mittlerweile zwölften Mal in Folge wird der Kreispokal Lauterbach-Hünfeld entweder an den SV Steinbach oder den Hünfelder SV gehen. Nachdem der Fußball-Hessenligist aus Steinbach Dauersieger Hünfeld besiegte, will der HSV den Pott im Finale am Mittwochabend (18.30 Uhr) zurückerobern und in der Zuse-Stadt behalten.

Mit einem 4:2-Sieg nach Verlängerung krönte sich der SV Steinbach im vergangenen Jahr zum Pokalsieger. Zuvor hatte der HSV den Kreispokal sieben Mal in Folge gewonnen. Nun wollen die Gastgeber den Pott unbedingt wieder nach Hünfeld holen. „Wir wollen versuchen, den Pokal zu gewinnen. Die Jungs hätten es verdient“, findet HSV-Coach Dominik Weber, der dem Hessenligisten aus Steinbach nicht die Favoritenrolle zuschieben möchte: „Klar könnte ich sagen, Steinbach ist der Favorit, weil sie eine Klasse höher spielen, aber wir spielen zuhause und werden uns nicht verstecken“, meint Weber selbstbewusst: „Ich denke, das wird ein Duell auf Augenhöhe.“

Im Spitzenspiel der Verbandsliga gegen Buchonia Flieden mussten die Hünfelder zwar zuletzt eine 2:4-Pleite hinnehmen, dennoch sprühen die HSV-Kicker vor Selbstvertrauen. Doch Übungsleiter Weber gibt auch zu bedenken: „Steinbach ist offensiv sehr stark besetzt. Ich denke, das wird ein ähnliches Spiel wie gegen Flieden. Kleinigkeiten werden entscheidend sein. Ich hoffe, dass die am Mittwoch für uns sprechen.“

Steinbachs Trainer Kalle Müller möchte einige seiner Spieler nach der anstrengenden Hessenligasaison schonen und im Endspiel um den Kreispokal nicht einsetzen. „Wenn es möglich ist, wollen wir den Pokal gerne gewinnen. Aber wir werden definitiv keinen fit spritzen. Die letzten Wochen haben Substanz gekostet. Ich will nicht, dass sich die Spieler, die sich mit Schmerzmitteln durchgebissen haben, noch ernsthaft verletzen“, macht Müller klar, der unter anderem Tom Wiegand, Sebastian Bott, Sasa Dimitrijevic und Julian Rohde schonen möchte. Außerdem fehlt Petr Kvaca berufsbedingt. „Wir werden den Kader wahrscheinlich mit Spielern aus der Zweiten auffüllen müssen“, so der SVS-Coach. Im letzten Saisonspiel mussten die Steinbacher eine deftige 1:6-Klatsche gegen Bayern Alzenau hinnehmen. Dieses Negativerlebnis hat Müller aber schon längst wieder abgehakt: „Das Ergebnis hat die Stimmung die ersten ein, zwei Stunden schon getrübt, aber das Positive überwiegt ganz klar. Wir haben den Klassenerhalt geschafft. Mehr geht nicht.“

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