Verbandsliga: Hünfeld springt an die Tabellenspitze

Franz Faulstich lässt sich von Julian Rohde (von links), Kevin Krieger, Alexander Reith und dem späteren Torschützen Steffen Witzel für das 1:0 feiern. Foto: Siggi Larbig

Der Hünfelder SV hat einmal mehr seine Ansprüche untermauert und die TSG Sandershausen deutlich in die Schranken gewiesen. Nach dem 7:0 aus der Vorwoche siegte die Weber-Elf mit 4:0 (3:0) auf der heimischen Rhönkampfbahn.

Was der HSV teilweise auf den Rasen zaubert, ist zugegebenermaßen schon bärenstark. Zu Beginn zeigten die Gäste noch, weshalb in der Vorwoche Melsungen mit 6:1 besiegt wurde. Doch nach und nach blühten die Haunestädter auf, fanden immer wieder die Räume zwischen den beiden Viererketten der TSG und schlugen eiskalt zu. Doch nicht die hochgelobte Offensive brillierte vor dem Tor, sondern die Defensivleute fanden das Torjäger-Gen in sich.
Beispiel gefällig? Die Führung durch Innenverteidiger Franz Faulstich, der den Druck der Gäste mit seinem knallharten Kopfball nach einem Rohde-Freistoß durchbrach (13.). Nur fünf Minuten später vollstreckte Rechtsverteidiger Marcel Dücker, als er von halbrechts kommend eiskalt vor Sandershausens Schlussmann Tobias Orth blieb. Fortan lief das Kombinationsspiel auf Hochtouren, die Zuschauer honorierten dies mit viel Beifall, ehe der andere Innenverteidiger, Steffen Witzel, mit seinem Kopfballtreffer schon vor der Halbzeit den Deckel draufmachte (45.).

Die ärmste Sau bei den Gästen war häufig Eyüp-Emre Akman. Der Stürmer war bis zu seiner Auswechslung meist völlig auf sich allein gestellt, suchte bei Gegenstößen verzweifelt seine Mitspieler, die so richtig gar nicht aus der Defensivhaltung kommen wollten. Das sah bei den Hausherren anders aus, wenngleich Durchgang zwei deutlicher zäher daherkam. Hünfeld ließ den Ball laufen, suchte jedoch zu oft den Weg durch die Mitte und rannte sich zwangsweise fest. Für das Highlight sorgte Kevin Krieger, der herrlich aus 20 Metern per Schlenzer traf (78.), nachdem kurz vorher Alexander Reith noch aus kurzer Distanz geblockt wurde. Da fiel es nicht ins Gewicht, dass der eingewechselte Florian Münkel vom Punkt an Orth scheiterte und Fröhlich im Nachsetzen den Keeper anschoss (88.).

Die Statistik:

Hünfelder SV: Ernst – Dücker (79. J. Budenz), Faulstich (74. Vogt), Witzel, Häuser – Alles, Rohde – Neidhardt (64. Münkel), Krieger, Fröhlich – Reith.
TSG Sandershausen: Orth – Altschmied, Minne, Schumann, Behler – El Jamouhi (74. Radcenko), Stern (46. Sarioglu), Künkler, Hebold – Bredow, Akman (67. Ott).
Schiedsrichter: Sascha Bauer (TSV Obermelsungen).
Zuschauer: 210.
Tore: 1:0 Franz Faulstich (13.), 2:0 Marcel Dücker (18.), 3:0 Steffen Witzel (45.), 4:0 Kevin Krieger (78.).
Verschossener Foulelfmeter: Florian Münkel (Hünfeld) scheitert an Tobias Orth (88.).

Autor: Tobias Konrad