Hünfeld/Feldkirchen
Auch am vorletzten Spieltag der Meisterschaftsrunde war dem Volleyball-Regionalligisten Hünfelder SV das Glück nicht hold. Das Schlusslicht der Liga scheiterte am Samstagabend beim Fünftplatzierten im rheinland-pfälzischen Feldkirchen nach wechselvoller Partie erneut knapp mit 2:3-Sätzen (21:25, 25:10, 22:25, 25:11, 12:15).
Es war eines der besten Spiele der Saison, das die Haunestädter unter den gegebenen personellen Umständen ablieferte. In dem Fünfsatzmatch dominierten sie zwei Sätze in beeindruckender Form, drei Sätze lang war das Match umkämpft – allerdings stets mit dem besseren Ausgang für den Gastgeber. In diesen wichtigen Momenten fehlten einigen Hünfelder Akteuren die nötige Cleverness und Routine. Den Zuschauern bot sich zunächst ein ausgeglichenes Aufeinandertreffen, bei dem sich die Gäste aus Osthessen als Spielpartner auf Augenhöhe präsentierten. Allerdings nutzte Feldkirchen kleine, aber entscheidende Fehlerpassagen zum 25:21-Auftaktsatzgewinn. Im zweiten Satz rieb sich jedoch manch einer verwundert die Augen. Was Hünfeld in dieser Phase bot, war „erste Sahne“. Mit einer wahren Block-Orgie entnervten die Haunestädter ihren Kontrahenten. Daniel Wehner hatte dabei mit vier erfolgreichen Blockaktionen großen Anteil. Zudem waren die Hünfelder Aufschläge konstant gut. Das 25:10 zum Ausgleich beeindruckte. Feldkirchens Resignation währte jedoch nicht lange. In Durchgang drei gab sich die Heimmannschaft wiederum kämpferisch und hatte im über weite Strecken ausgewogenen Satz am Ende wiederum ein kleines Plus an Spielanteilen – mit dem 25:22 zur Folge. Hünfelds Uli Bönsch und seine Mitstreiter sahen trotz des kleinen Rückschlages weiterhin ihre Chancen. Wieder auf der „Gewinnerseite“ zauberte das HSV-Team abermals – und ließ dem gastgebenden Gegner nicht zum Zuge kommen. Feldkirchen bekam beim überdeutlichen 25:11 erneut Hünfelds Spielfreude zu spüren.
Doch die Euphorie wurde wieder gestoppt. Im entscheidenden fünften Satz sorgten gleich zu Beginn einige individuelle Fehler für einen 0:4-Rückstand. Diesen egalisierten die Haunestädter zur 7:6-Führung, um anschließend wieder an Boden zu verlieren und bei 7:8 die Seiten zu wechseln. Feldkirchen blieb in der Schlussphase entscheidend am Drücker und nutzte schließlich seinen ersten Matchball zum 15:12. „Natürlich hätten wir gerne gewonnen. Aber wir sind dennoch zufrieden, denn war ein gutes Spiel von uns. Jeder hat sein Potential weitgehend abrufen können“, war das positive Fazit des HSV-Coach. Die Hoffnung, sich mit dem Punktgewinn vom Tabellenende wegzubewegen, währte nur kurz, denn die ebenfalls bereits als Absteiger feststehende TG Hanau konnte beim 3:2 gegen Landau überraschend gewinnen. Nun erwarten die Hünfelder am kommenden Sonntag zum letzten Spieltag und zum Abschiedsspiel aus der Regionalliga in der Kreissporthalle den SG U.N.S. Rheinhessen, der als derzeit Tabellenzweiter noch um die Relegation kämpft.

Hünfeld spielte mit: Daniel Wehner, Uli Bönsch, Jakob Wall, Aleksander Dimitrov, Christopher Lau, Diego Reckmann, Thomas Prokein (Libero). bb

Quelle: Fuldaer Zeitung (20.3.2017)