Kreispokal: Schlitzerland verkauft sich klasse

Schlitzerlands Keeper Hans-Peter Schwarz ist einen Schritt schneller als Hünfelds Rechtsverteidiger Nicolas Häuser. Foto: Siggi Larbig

Und auch in diesem Jahr wird im Kreispokalfinale der SV Steinbach gegen den Hünfelder SV antreten. Maßgeblich dafür ist, dass A-Ligist Vogelsberg ob der noch bevorstehenden wichtigen Spiele gegen Hessenliga-Absteiger Steinbach abgesagt hatte und Verbandsliga-Meister Hünfeld sich am Abend bei KOL-Vizemeister SG Schlitzerland mit 2:1 (1:1) durchsetzen konnte.

Wann das Finale gespielt wird, konnte am Abend noch nicht geklärt werden. Im Raum steht der kommende Mittwoch, allerdings könnte da ein mögliches Relegationsspiel der Steinbacher Reserve den Planungen einen Strich durch die Rechnung machen.
Dass es zum Evergreen im Endspiel kommen wird, war lange Zeit offen. Denn lag der HSV bereits nach zwei Minuten durch einen Treffer von Christoph Neidhardt nach Vorlage Nils Wenzels in Front, glich Thomas Matthes postwendend mit einem punktgenauen Abschluss ins lange Eck aus. Ab da entwickelte sich ein über weite Strecken ausgeglichenes Spiel. Die defensivstarken Schlitzerländer vertrauten diesmal auf Libero plus Viererkette davor. Ein Schachzug des Trainers Simon Grosch, der aufgehen sollte. Hünfeld tat sich äußerst schwer, sich klare Chance zu erarbeiten – und Schlitzerland setzte immer wieder Nadelstiche wie den Lattenkopfball durch Matthes (34.).

Grosch ist „rundum zufrieden“ mit der Generalprobe

Erst nach der Pause wurde Hünfeld zielstrebiger, aber klar wurde es dennoch selten. Und so war es Innenverteidiger Steffen Witzel, der an diesem Tage Kapitän Julian Rohde vertrat, um per Kopf nach einer Budenz-Ecke das Finalticket zu lösen (71.). Marius Hampl, wie Libero David Wahl und auch Grosch mit Hünfelder Vergangenheit ins Spiel gegangen, hätte kurz zuvor die Schlitzerländer in Führung bringen können, war aber in dieser Szene zu mannschaftsdienlich – suchte das Abspiel, anstatt den direkten Weg zum Tor. Und so fehlte den Schlitzerländern das Quäntchen Glück, um erstmals seit den Kreiszusammenlegungen Lauterbachs und Hünfelds im Jahre 2002 ins Finale einzuziehen.

Grosch war dies herzlich egal: „Ich bin rundum zufrieden. Wir haben ein wirklich gutes Spiel abgeliefert, haben gut verschoben und wenig zugelassen.“ Und verletzt hat sich auch niemand, dementsprechend war das Spiel die perfekte Generalprobe für die Aufstiegsspiele in Richtung Gruppenliga. Vorher steigt allerdings noch das bedeutungslose letzte Saisonspiel gegen den SV Hofbieber. Der HSV kam vor dem abschließenden Spiel gegen Lehnerz II am Samstag, wo es für die Gäste noch um Rang zwei geht, nicht verletzungsfrei heraus: Christoph Neidhardt knallte früh auf den Steiß, hatte mächtig Schmerzen, die gleich in den Rücken hochzogen. Auch für Sebastian Körner wird es eng.

Die Statistik:

SG Schlitzerland: Schwarz – D. Wahl – M. Bachmann (46. Lohse), F. Wahl, Trabes, T. Wahl – H. Bachmann, Hahn – Matthes (56. Neuhof), Braun, Hampl.
Hünfelder SV: Hosenfeld – Häuser, Faulstich, Witzel, Kröning – Wenzel, Budenz – Körner (59. Lovakovic), Krieger (57. Bambey), Neidhardt (33. Gadermann) – Schuch.
Schiedsrichter: Justin Herbert (DJK 1. FC Nüsttal).
Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Christoph Neidhardt (2.), 1:1 Thomas Matthes (4.), 1:2 Steffen Witzel (71.).

 

Autor: Johannes Götze