Hünfelds Lukas Budenz vor dem Torgranate-Cup

 

Mit 25 Jahren gehört Lukas Budenz fortan schon zu den Arrivierten des Hünfelder SV: Der gebürtige Rasdorfer spricht im Interview über den am Sonntag (ab 13 Uhr) stattfindenden „Torgranate-Cup – powered by Mainova“ in Lütter, über die Integration der Neuzugänge und die Ziele in der kommenden Verbandsliga-Serie.

Nach zwei Jahren Pause ist der HSV wieder beim Torgranate-Cup dabei. Welchen Nährwert hat ein solches Turnier?

Grundsätzlich spielst du ja in der Vorbereitung lieber als Runden um den Platz zu drehen. Und über die Qualität des Torgranate-Cups brauchen wir ja gar nicht zu reden, das ist ein hochkarätig besetztes Turnier und für uns ein guter Gradmesser, um richtig in die Vorbereitung zu starten. Zudem ergibt sich am Sonntag gleich eine super Gelegenheit, die Neuzugänge ein wenig näher kennenzulernen, man ist den ganzen Tag zusammen unterwegs – auch wenn man gerade kein Spiel hat.

Einer der großen Pluspunkte ist beim HSV stets, dass die Neuzugänge schnell ins Team integriert werden. Wo liegt deiner Meinung nach das Geheimnis?

Ich weiß nicht, ob es da ein Geheimnis oder eine Erfolgsrezeptur gibt. Klar ist, dass sich bei uns über Jahre ein gewisser Stamm mit Spielern gebildet hat, die bereits in der Jugend zusammengespielt haben, allein deswegen ist die Stimmung bei uns meist sehr gut. Letztlich muss man aber gerade den Neuzugängen der vergangenen Jahre ein Kompliment machen, schließlich waren das fast immer Spieler, die sich auch schnell in das Team einfinden wollten – das liegt allerdings auch daran, dass der Verein stets gewillt ist, nur solche Charaktere zu verpflichten.

Mit Julian Rohde kehrt ein gestandener Spieler aus Steinbach zurück, für den Rest ist die Verbandsliga Neuland. Wie beurteilst du das Transfergebaren des HSV?

Du musst immer überlegen, was in das finanzielle Budget reinpasst. Gut ist, dass für jede Position etwas dabei ist. Fußballerisch und persönlich kenne ich bislang nur Julian, aber das Beispiel Maxi Fröhlich zeigt, wie schnell es gehen kann: Ihn kannte vor zwei Jahren noch keiner, jetzt kennt ihn aufgrund seiner Qualitäten die ganze Verbandsliga. Und ich bin mir sicher, dass sich keiner hinten anstellen wird. Der Kader ist jetzt wieder ein Stück breiter geworden und der Konkurrenzkampf wird uns weiterbringen, der hat uns über weite Strecken der vergangenen Saison gefehlt. Insgesamt bin ich mir sicher, dass uns die Neuzugänge allesamt weiterhelfen werden.

Du sprichst den fehlenden Konkurrenzkampf an. Was wird sonst noch wichtig sein, um erneut eine gute Rolle in der Verbandsliga zu spielen?

Wir haben mit Johnny Helmke, Robert Simon oder Oli Krenzer wichtige Spieler verloren – auch und gerade was Führungsqualität betrifft. Wir haben jetzt nicht die ganz typischen Führungsspieler in unserer Mannschaft, deswegen wird es noch wichtiger sein, die Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen. Und um auch wieder oben mitzuspielen, brauchst du einerseits Glück, was Verletzungen anbetrifft und andererseits Konstanz – du darfst die Leistung nicht immer nur in gewissen Phasen auf den Platz bringen, sondern regelmäßig.

Autor: Johannes Götze

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