Zwar ist das Duell rein von der Papierform her so etwas wie ein Derby, allerdings weiß HSV-Coach Dominik Weber nichts über die Stärke des Gegners. Erstens, weil der SVN im Winter seine Elf noch einmal runderneut hat. Zweitens, weil der SVN noch ohne Restrundenspiel ist. „Für uns gilt es daher, uns in allererster Linie auf uns zu konzentrieren und zu versuchen, den großen Kunstrasenplatz so gut es geht zu nutzen, um mit unserem Offensivspiel die drei Punkte zu behalten“, erklärt Weber den Schlachtplan. Er lässt aber auch nicht die Defensive außer Acht, die ihm insbesondere bei Standardsituationen zuletzt Kopfschmerzen bereitete. „Wir haben in Bad Soden zwei Tore nach Ecken bekommen und noch einige gute Möglichkeiten mehr nach ruhenden Bällen ermöglicht. Das wurmt mich als ehemaligen Verteidiger natürlich, und das wollen und werden wir am Sonntag besser machen.“ Keeper Christian Ruck wird voraussichtlich weiterhin nicht zur Verfügung stehen, genau wie Rechtsverteidiger Niklas Wahl. Auch Wahls möglicher Backup Sebastian Körner (privat verhindert) fehlt. Rechtsaußen Christoph Neidhardt (Leistenprobleme) sollte rechtzeitig fit werden.

Von den vergangenen sechs Duellen konnte der HSV vier für sich entscheiden, doch das jüngste Duell bleibt noch immer negativ hängen, schließlich verlor der HSV 0:1 – die bis dato letzte Niederlage des Primus, die das Datum des 9. September 2017 trägt. Für Neuhof könnte das ein Fingerzeig sein, wie der HSV zu schlagen ist, auch wenn bislang jegliche Pflichtspielpraxs fehlt. „Wir haben keine Lust mehr, zu trainieren“, sagt Neuhofs Co-Trainer Martin Döppenschmidt dementsprechend, kann aber im Gegensatz zu Weber die Stärke des Teams bereits ganz gut einordnen: „Wir haben mit den Neuzugängen eine absolut verbandsligataugliche Mannschaft mit teilweise sehr guten Einzelspielern.“ Von denen stehen allerdings mit Außenstürmer Marko Curic und dem zentralen Verteidiger Mateo Duvnjak zwei wegen Verletzungen nicht zur Verfügung.

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