Duell der Wankelmütigen auf der Rhönkampfbahn

Verbandsliga: Derby bereits am Freitagbend
Einer der echten Osthessen-Klassiker steigt schon am Freitagabend (18.30 Uhr) und dabei treten mit dem Hünfelder SV und der SG Bad Soden zwei der bislang wankelmütigsten Mannschaften in der noch jungen Verbandsliga-Saison auf der Rhönkampfbahn gegeneinander an. Lehnerz II darf nach dem Sieg am Mittwoch erneut zu Hause ran, Petersberg und Neuhof sind ebenfalls am Sonntag gefordert – allerdings auswärts. Zeit zum Wundenlecken bleibt an diesem Wochenende der spielfreien SG Johannesberg.

Gewinnt der HSV, hätte er den besten Start in der gut vierjährigen Amtszeit von Coach Dominik Weber hingelegt, zuletzt standen im Verbandsliga-Meisterjahr 2011/2012 nach sechs Spielen mehr als zwölf Punkte auf dem Konto – eine Statistik, die Co-Trainer Niclas Rehm nicht kannte, die ihn aber auch nicht interessiert. Vielmehr überzeugte ihn die jüngste Leistung in Kassel, „weil wir alle Grundtugenden an den Tag gelegt haben. Dann kommen auch die spielerischen Aspekte zum Tragen und wir müssen uns vor keinem verstecken“. Ersteres gelte es auch am Freitag abzurufen, um den spielstarken Sodenern den Schneid abzukaufen. Nachdem in Kassel fünf Neue in der Startelf standen, gäbe es diesmal keine Gründe, etwas an der Formation zu verändern. Allerdings könnte Stürmer Sebastian Schuch nach überstandenen Muskelproblemen zurückkehren. Bad Soden zeigte am Mittwoch ebenfalls eine gute Leistung, kam über die Mannschaft, kämpfte und hätte sich für den großen Aufwand gegen Rothwesten eigentlich mit drei Punkten belohnen müssen, so aber fiel der Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit. Quintessenz: Die Mannschaft ist auf dem aufsteigenden Ast, wirkt allerdings noch nicht gefestigt genug. Wladimir Römmich analysiert die Ist-Situation ganz ähnlich, weiß aber auch, „dass wir den Umbruch im Sommer nicht vergessen dürfen“. Daher sei der Sportliche Leiter Bad Sodens felsenfest davon überzeugt, dass sich die Mannschaft, je länger sie zusammenarbeite, noch um einige Prozentpunkte steigern werde. Insgesamt sei man jedoch voll im Soll und werde auch nicht mehr am Transfermarkt aktiv: „Wir haben den Markt sondiert, werden bis zum Winter aber mit den vorhanden Ressourcen weiterarbeiten – und von denen sind wir auch überzeugt.“

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