Hosenfeld hält Hünfelds Zittersieg fest

Zittersieg für den Hünfelder SV: Am Samstagnachmittag siegte der Fußball-Verbandsligist auf der heimischen Rhönkampfbahn mit 2:1 (0:0) über den SC Willingen. Nach der Pause trafen Krieger und Münkel binnen 40 Sekunden für die Hausherren, die nach Müllers Anschlusstreffer aber bis zum Schluss um die drei Punkte zittern mussten. 

Die Gäste, die unter der Woche im Hessenpokal der SG Barockstadt ordentlich die Stirn geboten hatten, machten auch dem Hessenliga-Absteiger das Leben schwer und verteidigten zeitweise mit neun Mann. Die Elf von Dominik Weber hatte es entsprechend schwer, zu Chancen zu kommen. Nach einer Viertelstunde war es dann aber fast passiert: ein eine Flanke von Sebastian Alles klatschte an die Latte und von dort zu Florian Münkel, der aber zu überrascht über das Tor köpfte (15.).

Wirklich an Fahrt nahm die Begegnung aber erst nach dem Seitenwechsel auf. Keine zehn Minuten waren gespielt, da bekamen die Zuschauer die verrückteste Szene des Tages geboten. Einen Schuss von Münkel, der vermutlich an den Pfosten oder hinter die Linie gerollt wäre, klärte Maximilian Fröhlich unfreiwillig, weil Hünfelds Nummer 16 wegrutschte und die Führung vergab (52.).

Vier Minuten später durfte Hünfeld aber endlich jubeln. Nach einem katastrophalen Rückpass schnappte sich Münkel den Ball, legte quer auf Krieger, der nur noch einschieben musste (56.). Keine 40 Sekunden später durfte die Rhönkampfbahn erneut jubeln, Münkel erhöhte auf 2:0 (57.). Der HSV schien alles im Griff zu haben, musste aber nach Müllers Anschluss gehörig um den Sieg zittern. 

Während HSV-Torwart Jonas Hosenfeld in der Schlussphase glänzend die Führung rettete, vergab der eingewechselte Christoph Neidhardt die Entscheidung. So mussten die Hausherren noch fünf Minuten Nachspielzeit überstehen, ehe der zweite Sieg binnen einer Woche feststand. „Wir haben Willingen eigentlich im Griff gehabt, mussten aber am Ende völlig unnötig zittern“, sagte HSV-Abteilungsleiter Mario Rohde nach dem Spiel.

Die Hausherren hätten eine grundsolide Partie auf den Rasen gelegt und gingen – wenn auch dank zweier Geschenke – verdient in Führung. „Danach haben wir das Fußballspielen komplett eingestellt und Grundtugenden vermissen lassen“, kritisierte Rohde die Vorstellung nach dem 2:0. Weil Schlussmann Hosenfeld am Ende glänzend parierte, blieben Hünfelds Nachlässigkeiten folgenlos. (the)

DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

Hünfelder SV: Jonas Hosenfeld – Marcel Dücker, Nicolas Häuser, Andre Vogt, Florian Münkel, Julian Rohde, Kevin Krieger (61. Christoph Neidhardt), Steffen Witzel (61. Jonas Budenz), Maximilian Fröhlich, Sebastian Alles, Alexander Reith (78. Aaron Gadermann).

SC Willingen: Michael Schirk – Raphael Mütze, Eric Teipel, Eric Kroll, Christoph Keindl, Jan Albers, Tobias Schumann (74. Max Saure), Sebastian Butz, Christian Kuhnhenne, Matthias Bott Sebastian Müller (77. Niklas Michel).

Schiedsrichter: Eric Wettels (Fulda).

Zuschauer: 250.

Tore: 1:0 Kevin Krieger (56.), 2:0 Florian Münkel (57.), 2:1 Sebastian Müller (69.). +++

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