„Wir haben da aus dem Hinspiel noch ein bisschen was gutzumachen. Das war sicherlich die schlechteste Leistung, die wir in dieser Saison abgerufen haben. Wir kamen gar nicht aufs Feld und in die Zweikämpfe“, denkt HSV-Coach Dominik Weber nur ungern an das 0:1 in Neuhof Anfang September zurück. Andererseits hat der HSV seit dem Hinspiel auch kein Spiel mehr verloren, zwischendurch elf Siege in Folge gefeiert und starke 35 Punkte geholt – das sind alleine 13 mehr, als der SVN aktuell auf dem Konto hat. Entsprechend klar verteilt sind die Rollen im Regionalduell, das weiß auch Neuhofs Sportlicher Leiter Alexander Bär, der sich dennoch kämpferisch gibt: „Dass wir gleich beim Tabellenführer starten, ist natürlich suboptimal, aber das kann man sich nicht aussuchen. Wir sind auf jeden Fall nicht chancenlos und müssen uns vor keinem verstecken. Vor zwei Jahren sind wir auch in Hünfeld gestartet und haben 4:1 gewonnen.“

Dass die Neuhofer mittlerweile dreimal zum Zuschauen verdammt waren und auf den Auftakt brennen, ist auch Weber nur zu bewusst: „Neuhof ist schwierig einzuschätzen nach dem erneuten Umbruch im Winter, aber wir sind allein deshalb gewarnt, weil sie Spieler dazugeholt haben, die Qualität haben. Außerdem ist es für Neuhof das erste Spiel, die werden heiß sein, dass es endlich losgeht.“ Gerade im Spiel nach vorne sei das Team aus der Kali-Gemeinde nicht zu unterschätzen, allen voran Torjäger und Spielertrainer Radek Görner gelte es, in den Griff zu bekommen. Die Neuhofer wiederum wollen sich auf dem Kunstrasen in der Rhönkampfbahn – auf dem Rasenplatz ist an eine Spielaustragung noch nicht zu denken – nicht verstecken: „Wir wollen Fußball spielen“, betont Bär, der wohl auf Mateo Duvnjak (Bänderanriss) und Marko Curic (Fuß) verzichten muss. Beim HSV fehlt Sebastian Körner (privat verhindert) definitiv, bei Niklas Wahl ist an einen Einsatz noch nicht zu denken. Zudem sind Christoph Neidhardt (Leiste) und Torwart-Routinier Christian Ruck (Rücken) noch angeschlagen.

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