„Es ist unser letztes Spiel und zuhause wollen wir das natürlich erfolgreich bestreiten“, stellt HSV-Coach Dominik Weber klar, der sich nach der eingetüteten Meisterschaft auf keinen Fall mit dem möglichen Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung auseinandersetzen möchte: „Wir wollen mit Blick auf die anderen Mannschaften Sportsgeist beweisen und dementsprechend versuchen, zu gewinnen – und nichts austrudeln lassen.“ Gerade nach der 0:2-Pleite in Eschwege sei der Meister bestrebt, die Saison positiv zu beenden, allerdings hat man auch beim HSV die tolle Rückrunde der Lehnerzer wahrgenommen: „Sie haben eine super Entwicklung genommen. Am Anfang des Jahres waren sie noch unten drin, haben dann aber eine überragende Serie hingelegt und gute Ergebnisse erzielt“, sagt Weber, der betont: „Wenn Lehnerz erstmal ins Spielen kommt, machen sie schon richtig gute Sachen. Da gilt es dagegenzuhalten.“

Die Lehnerzer Reserve hat nach dem Patzer Johannesbergs gegen Neuhof alles in der eigenen Hand – und will optimistisch in das Derby beim Meister gehen: „Es liegt an uns. Wir sind nicht von anderen Mannschaften abhängig und müssen zusehen, dass wir unsere Arbeit erledigen und unsere Leistung so abrufen, wie wir das die ganze Zeit gemacht haben“, macht Trainer Sedat Gören deutlich, der wieder auf Lukas Marvin Friedrich zurückgreifen kann. Auch TSV-Topscorer Jan-Henrik Wolf sei wieder eine Option für die Offensive. „Wir müssen an uns glauben und alles, was wir an Potential haben, rausfeuern“, unterstreicht Gören, dessen Team eine Woche regenerieren konnte, während der HSV am Mittwoch im Kreispokal-Halbfinale bei der SG Schlitzerland (2:1) im Einsatz war. Unglücklich für den Meister: Während der Partie mussten Christoph Neidhardt und Sebastian Körner angeschlagen runter. „Ich hoffe, dass es bei beiden nicht so schlimm ist“, meint Weber, der ansonsten auf Tarek Belaarbi (Knieprobleme) verzichten muss. Dabei dürften die Lehnerzer nach dem Hinspiel noch eine Rechnung mit dem Liga-Primus offen haben: Ende Oktober stand der TSV trotz zwischenzeitlicher 1:0-Führung nach zwei späten Elfmetertoren durch Neidhardt, die für reichlich Diskussionsstoff sorgten, mit leeren Händen da.

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