„Durch den Sieg gegen Vellmar können wir völlig ohne Druck nach Baunatal fahren.“ Oliver Bunzenthal und sein Hünfelder SVmachen sich also auf, um am morgigen Samstag (15 Uhr) beim Hessenliga-Tabellenführer KSV Baunatal für eine Überraschung zu sorgen.

fb-sl-vellmar-04-2013-i-41Foto : Larbig

„Warum soll uns denn nicht ein Coup gelingen?“, fragt sich Bunzenthal und ist sich sicher: „Nach dem 3:2 vom Mittwoch können wir ganz unbeschwert auftreten. Die noch fehlenden zwei Siege müssen wir woanders holen. “ Die nackten Zahlen lassen die Hoffnungen auf eine Überraschung nicht aussichtslos erscheinen. Einerseits gewann der HSV vier seiner letzten sechs Spiele und beim bis dato letzten Vergleich im Mai 2011 siegten die Hünfelder im Parkstadion 2:1.

Beim HSV hofft man, dass Alexander Reith nach seinem Zwicken im Oberschenkel spielen kann. Seine individuelle Klasse kann in jedem Spiel entscheidend sein. Gegenüber unserer Zeitung äußerte sich Reith nochmals über die Hintergründe seines Wechsels zu Borussia Fulda: „Da wird oft erzählt, dass es mir nur ums Geld ginge. Das ist totaler Käse: Borussia Fulda ist für mich eine Herzensangelegenheit. Hier hat mein Opa gespielt und auch mein Vater. Borussia ist ein besonderer Verein, der immer das Aushängeschild der Region sein muss.“

Beim KSV   Baunatal ist seit dem 18. März eine komplett neue Abteilungsleitung tätig, die rund um das Parkstadion neues Feuer entfachen will. So wird man nun doch den Lizenzantrag zur Regionalliga stellen. „Wir werden für die Regionalliga melden. Heute, spätestens am Samstag gehen die Sachen an den Verband raus. Die Unterlagen in Sachen Stadion sind von der Stadt bearbeitet und jetzt liegt es an uns, dass wir unsere Hausaufgaben machen“, sagt der neue Abteilungsleiter German Jäschke, der darauf hofft, dass neben der notwendigen Bürgschaft von 30 000 Euro der eine oder andere Sponsor den Rest ermöglicht. Auch wenn sportlich ein bisschen die Konstanz fehlt, spürt Jäschke, „dass innerhalb der Mannschaft richtig Zug drin ist. Die Jungs wollen unbedingt dort oben bleiben.“ Jäschke macht auch keinen Hehl daraus, „dass, wenn man am Ende Meister werden will, sein Heimspiel gegen Hünfeld gewinnen muss. Auch wenn jeder weiß, wie schwer das wird.“

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