Landesliga – Hünfeld viel zu statisch

Dittershausen (fs) – Ist das bitter: Fünf Minuten vor Schluss hat der Hünfelder SV in der Handball-Landesliga bei der abstiegsbedrohten TSG Dittershausen noch mit drei Toren geführt, muss sich am Ende aber mit einem 24:24 (12:10)-Unentschieden zufrieden geben. Schwerer noch könnte aber der Ausfall von Mark-Peter Dörge wiegen, der beim Aufwärmen umgeknickt war und ins Krankenhaus abtransportiert werden musste.

Schon die Vorzeichen vor dem Auswärtsspiel waren nicht die besten: Kreisläufer Felix Rehberg konnte nach einem Pferdekuss aus dem Großenlüder-Spiel die ganze Woche nicht trainieren und sollte eigentlich gar nicht spielen. Dann knickte Mark-Peter Dörge beim Warmlaufen um und musste ins Krankenhaus abtransportiert werden. „Da habe ich noch kein Feedback, aber hoffentlich fällt er nicht zu lange aus“, bangt HSV-Coach Dominik Jäger mit dem Piloten. Ungewohnt für die Hünfelder war dann auch, dass die Unparteiischen bei jedem Angriff schon nach wenigen Sekunden Zeitspiel anzeigten. „Sowas habe ich in meiner ganzen Zeit als Spieler und Trainer noch nicht erlebt, aber an den Schiedsrichtern hat es trotzdem nicht gelegen: Das war auf beiden Seiten gleich“, erklärt Jäger, der allerdings bemängelt: „Dadurch kamen wir überhaupt nie richtig ins Spiel. Wir hatten keine Bewegung im Spiel, das war sehr, sehr statisch.“

Dabei drehten die Hünfelder kurz vor der Pause durch Felix Kircher einen 7:8-Rückstand in eine 10:8-Führung (25.) und hielten den Vorsprung im zweiten Durchgang anfangs auch, bis Mitte der zweiten Hälfte Dittershausen die Partie auf einmal in ein 19:17 drehte. Jäger nahm die Auszeit, der HSV kam wieder zurück und lag nach Treffern von Alexander Unglaube (2), Fabian Sauer und Felix Rehberg auf einmal wieder mit 23:20 vorne. Fünf Minuten vor dem Ende erhöhte Sauer dann auf 24:21 für den HSV, in den letzten vier Minuten gelang jedoch kein weiterer Treffer mehr. Der HSV führte dennoch dreieinhalb Minuten lang noch mit 24:23, bis neun Sekunden vor dem Ende Tim Poppenhäger zum 24:24 ausglich. „Da kommen ganz viele Faktoren zusammen, auch die ungewohnte Spielzeit am Sonntagabend, dazu hat der ein oder andere nicht wirklich gut trainiert. Dann geht das Spiel eben mal so aus. Damit kann man aber leben, es ist auch nichts passiert“, meint Jäger, der sich dennoch über die Niederlage ( Punktverlust  ???) ärgert. Allerdings sind die Hünfelder weiter auf Titelkurs, daran hat auch die Punkteteilung in Dittershausen nichts geändert.

Hünfeld: T.-N. Dörge, Masché; Sitzmann (1), Sauer (4/1), F. Rehberg (1), Schott (1), Hyseni (2), Müller (1), Abel (1), Unglaube (9/1), Krso, Kircher (4).

Zuschauer: 160.

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