Verbandsliga: Spiel gegen Schwalmstadt liefert vor allem Randnotizen

Der Hünfelder SV hat sich mit einem standesgemäßen 4:0 (1:0)-Heimerfolg gegen den 1. FC aus Schwalmstadt in die Fußballpause verabschiedet. Damit überwintert der HSV nach einer guten Vorstellung auf dem zweiten Tabellenplatz.

Bevor es in der Rhönkampfbahn aber um das Salz in der Suppe, nämlich um Tore, ging, gab es zunächst eine ganze Reihe an Randgeschichten. Für die erste sorgte Sefa Cetinkaya, der dem Referee früh den Vogel zeigte und zu Recht bereits nach neun Minuten mit Rot vom Feld musste. Warum er nach einem Allerweltsfoul seines Teamkollegen Steven Preuß gegen Robert Simon aus 20 Metern angerannt kam und sich derart aufspielte, bleibt Cetinkayas Geheimnis.

Auch an der zweiten Randgeschichte war Robert Simon beteiligt, als er nach einer Ecke hochstieg und im Luftkampf mit dem Kopf von Simon Luther zusammenprallte. Für Simon war das Spiel mit einem Brummschädel vorbei. „Wir können nur hoffen, dass kein Knochen im Kopf gebrochen ist“, wartete sein Trainer nach der Partie noch auf eine Meldung von Simon aus dem Krankenhaus.

Kurios wurde es dann bei Simons Auswechslung. Maximilian Fröhlich kam rein. Der gab sein Auswechselkärtchen aber dem Schiedsrichter statt wie vorgeschrieben dem Assistenten und sah dafür Gelb, noch bevor er am Spiel teilnehmen durfte. Fröhlichs Antwort kam aber noch vor dem Pausentee, als er einen langen Ball von Kevin Krieger und den Irrflug von Schwalmstadts Keeper Seck zum 1:0 ausnutzte.

Dieses Tor kurz vor dem Wechsel war der berühmte Dosenöffner. Bis dahin hatte der HSV zwar geduldig gespielt und es war auch ohne Treffer beileibe kein schlechtes Spiel, aber die Hausherren mussten immer auf der Hut sein, weil die zehn verbliebenen Schwälmer durchaus gefährliche Nadelstiche setzten. Glück hatte Hünfeld allerdings nur, als der Ball des ehemaligen Lehnerzers Jan-Henrik Wolf nur knapp am langen Pfosten vorbei ging (27.).

Endgültig der Zahn gezogen war den Gästen in der 63. Minute, als Oliver Krenzer einen strammen Distanzschuss abfeuerte, den Seck nur zur Seite abwehren konnte. Christoph Neidhardt staubte zum 2:0 ab. Highlight war aber das vierte Hünfelder Tor, dem ein genialer Pass von Marek Weber vorausging. Neidhardt legte den Ball dann auch noch am Keeper vorbei und schloss ins leere Tor zum verdienten Endstand ab.

Hünfeld: Ernst; Wahl, Helmke (77. Faulstich), Belaarbi, Witzel (75. Kröning), Budnez, Krenzer, Neidhardt, Krieger, Weber, Simon (36. Fröhlich).
Schwalmstadt: A. Seck; R. Seck (70. Karl), F. Seck, Luther, Dietz, Gerstung, Wolf (81. Brendner), Preuss, Cetinkaya, Jäckel (55. Lindenthal), Herpe.
Schiedsrichter: Christoph Schröder (SV Nauheim).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Maximilian Fröhlich (45.+1), 2:0 Christoph Neidhardt (63.), 3:0 Marek Weber (72.), 4:0 Christoph Neidhardt (75.).
Rote Karte: Sefa Cetinkaya wegen Schiedsrichterbeleidigung (9.).

Ralph Kraus

fz