Klasse erste Hälfte

Hünfeld (pf) – www.osthessen-zeitung.de

In den vergangenen Jahren blieben die Punkte beim Duell Hünfeld gegen Weidenhausen immer in der Rhönkampfbahn – und das änderte sich auch an diesem Oktoberfest-Samstag nicht: Beim 3:0 (3:0) feierte der HSV dank einer tollen ersten Hälfte gegen die Adler einen hochverdienten Sieg und ist wieder dicht dran an der Spitze der Fußball-Verbandsliga.

Hünfeld konnte es sich sogar erlauben, in der zweiten Hälfte zwei, drei Gänge runterzuschalten – schließlich war die 3:0-Führung komfortabel und die Gäste wenig gefährlich. Die HSV-Defensive schaltete wie von Coach Dominik Weber vorgegeben Sören Gonnermann aus und war meist wach, vorne erledigten die Offensiven ihre Aufgabe bravourös und ließen die Fans am Oktoberfest in der Rhönkampfbahn schon vor der Pause dreimal jubeln. „Wir waren in den vergangenen Wochen gut drauf und hatten uns das so erhofft. Gerade die erste Halbzeit war sehr gut“, lobte Co-Trainer Simon Grosch und stellte fest, „dass wir sogar noch ein paar glasklare Dinger vergeigt haben“.

Schon der Start ins Spiel lief für den HSV wie geplant. Aaron Gadermann vergab zwar die erste Kopfballchance nach Ecke von Julian Rohde (4.), nach einer guten Viertelstunde traf Florian Münkel auf Vorlage von Kevin Krieger nach einer sehenswerten Kombination zum 1:0. Überhaupt war die Partie auf sehr ansehnlichem Niveau geführt, die Chancen hatte aber Hünfeld: Direkt nach Wiederanpfiff hätte Andre Vogt erhöhen können, kurz darauf ließen Florian Münkel und Kevin Krieger beste Möglichkeiten aus. Doch der ganz wichtige zweite Treffer, er fiel – und zwar durch einen Standard: Julian Rohde ließ sich einen Freistoß aus 18 Metern nicht nehmen und verwandelte über die Mauer (37.). Und es wurde sogar noch beruhigender zur Pause, weil Maximilian Fröhlich Rohdes Steckpass direkt vor der Pause zum 3:0 verwerten konnte (45.).

So brannte in Hälfte zwei aber gar nichts mehr an, die Partie verflachte etwas und Weidenhausen – das unter der Woche erst noch Hessenligist Dreieich aus dem Hessenpokal gekegelt hatte – stand tiefer, um größeren Schaden zu vermeiden. Die eine oder andere Chance, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben, gab es auch noch, der Sieg für den HSV wurde dennoch als hochverdient abgestempelt. „Wir hatten schon andere Spiele, in denen wir den Faden verloren haben. Heute haben wir es souverän runtergespielt“, freute sich Grosch. Mit jetzt 28 Punkten sind die Hünfelder wieder ganz oben dran und einen Zähler hinter Spitzenreiter Flieden, der am Sonntag bei CSC Kassel spielt.

Hünfelder SV: Ernst – Dücker, Häuser, Witzel, Vogt – Gadermann, Rohde (77. Reith) – Krieger (70. Kornagel), Alles, Fröhlich (70. Neidhardt) – Münkel.

Weidenhausen: Klotzsch; Hammer, Beng, Assmann, S. Gonnermann, T. Gonnermann, Gerbig (74. Görs), Nguyen, Löffler, Burdzik (74. Schäfer), Toro Moreno (42. Renke).

Schiedsrichter: Max Storch (Trusetal)

Tore: 1:0 Florian Münkel (15.), 2:0 Julian Rohde (37.), 3:0 Maximilian Fröhlich (45.)

Zuschauer: 280.

Wiedenhausen-10-2019-23