Verbandsliga: Doppelschlag entscheidend

Friede, Freude, Eierkuchen. Der Hünfelder SV schlägt den SC Willingen. Foto: Siggi Larbig

Das war spannend: Der Hünfelder SV hat das Spitzenspiel der Verbandsliga Nord gegen den SC Willingen knapp mit 2:1 (0:0) gewonnen. Und auch wenn der Sieg letztlich am seidenen Faden hing: Die vollen 90 Minuten betrachtet war es gerecht, dass die drei Punkte in Hünfeld bleiben. Krieger und Münkel trafen.

Die Willinger, die neben den Ausfällen von Florian Heine, Max Ullbrich und Jan Henrik Vogel, auch noch auf Keeper Yannick Wilke verzichteten, erwiesen sich im Brutkasten Rhönkampfbahn zunächst als ekliger Gegner. In die Defensive gedrängt verteidigten die Upländer phasenweise mit neun Mann, um dann im Spiel nach vorne doch immer wieder Nadelstiche zu setzen. Die dickste Möglichkeit der ersten Halbzeit entwickelte sich nach einem Flankenball von Sebastian Alles, der an der Latte landete. Von dort sprang der Ball genau auf den Kopf von Florian Münkel, der aus vier, fünf Metern aber drüber köpfte (15.). Ansonsten war der HSV zwar fast immer im Ballbesitz und suchte auch seine Chance, doch außer einem halbwegs gefährlichen Distanzschuss von Alex Reith, den Keeper Schirk zu Ecke abwehrte, sprang nicht viel zwingendes dabei heraus (37.). 

Auf der Gegenseite hatte Willingen bei einem Freistoß von Matthias Bott, der den Ball aus 17 Metern nur denkbar knapp am Pfosten des von Jonas Hosenfeld gehüteten Tores vorbei setzte (7.). So blieb es nach 45 Minuten beim torlosen Remis. 
Die vermeintlich Vorentscheidung fiel nach dem Wechsel innerhalb von nur 40 Sekunden. Beide Male leistete Willingenerhebliche Schützenhilfe. Vor dem ersten Tor spielte der Gast einen fatalen Rückpass, den Florian Münkel erkannte und dann quer auf Torschütze Krieger legte. Beim 2:0 eroberte sich Münkel den Ball und umkurvte dann noch Willingens Torwart. 

Was wie eine sichere Sache aussah, entpuppte sich plötzlich als Irrtum. Mit einem Konter kam Willingen heran und aus dem Nichts schwamm der HSV. Albers und Keindl hatten erste gute Möglichkeiten zum 2:2, ehe Hünfelds Keeper Jonas Hosenfeld bärenstark gegen Keindl parierte (84.). 

Die kurioseste Szene des Spiels gab es nach 52 Minuten beim Stand von 0:0. Ein Kullerball von Münkel hätte wohl den Weg ins Tor gefunden. Um sicher zu gehen grätschte Teamkollege MaximilianFröhlich in den Ball, wollte diesem den letzten Tick geben. Pech für ihn: Fröhlich rutschte weg und traf den Ball so unglücklich, dass er ihn quasi selbst von der Linie kratzte.

Die Statistik:

Hünfelder SV: Hosenfeld; Dücker, Häuser, Witzel (61. Budenz), Vogt, Alles, Krieger (61. Neidhardt), Reith (79. Gadermann), Rohde, Fröhlich, Münkel. 
SC Willingen: Schirk; Kroll, Mütze, Teipel, Albers, Schumann (72. Saure), Kuhnhenne, Bott, Keindl, Müller (79. Michel), Butz. 
Schiedsrichter: Eric Wettels (JFV Borussia 2015). 
Zuschauer: 250. 
Tore: 1:0 Kevin Krieger (56.), 2:0 Florian Münkel (57.), 2:1 Sebastian Müller (69.).