Diesmal kein Ruhmesblatt

Nach bislang fast ausnahmslos starken Auftritten in der Vorbereitung, war das heutige Spiel des Hessenliga-Aufsteigers beim stark ersatzgeschwächten Verbandsligisten SG Johannesberg kein Ruhmesblatt.

Gerade in Durchgang hatte der HSV in vielen Belangen mächtig Probleme: Nach der morgendlichen Einheit fehlte es an Kraft, Kommunikation, spielerischer Klasse und letztlich auch an Balance im Spiel. Ins Bild passten dabei Niklas Odenwalds Sonntagsschuss aus über 30 Metern ins verwaiste Tor zur Johannesberger Führung oder Steffen Witzels unglückliches Eigentor, als er unbedrängt per Kopf das 3:2 für die SGJ besorgte.

Was deutlich wurde: Die Dreierkette und der HSV sind noch immer keine Freunde. In Durchgang eins versuchte Trainer Johannes Helmke ein 3-5-2-System, in dem sich einige Spieler etwas verloren vorkommen mussten. Anders war das nach der Halbzeit im gewohnten 4-2-3-1, als es der HSV hinbekam, für etwas mehr Dominanz und Spielkontrolle zu sorgen. Allerdings hatte Hünfeld auch etwas mehr Qualität und Quantität auf der Ersatzbank in petto. Auch das sorgte letztlich für einen dann doch noch verdienten Erfolg.

Einen Abgang hat der Hünfelder SV überdies zu verzeichnen: Wie Abteilungsleiter Mario Rohde bestätigen konnte, hat sich Gheorge-Daniel Azamfirei wieder dem Süd-Kreisoberligisten SG Hattenhof angeschlossen. Azamfirei war erst im Sommer zum HSV gewechselt.

Die Statistik:

SG Johannesberg: M. Hofacker – R. Schwarz, Milankovic, Hartung, L. Schwarz – Odenwald (46. Brylski), Weldetnsae, di Risio (61. Schneider) – Leucuta, Zelenika (86. Shakur), Calin.
Hünfelder SV: Brunner – Dücker (46. J. Budenz), Witzel (67. Häuser), Vogt – Wenzel, Alles, Rohde (46. Reith), Gadermann (46. Faulstich), Fröhlich (46. Sternstein) – Krieger, Vogler.
Schiedsrichter: Daniel Bittner (TV Fränkisch-Crumbach). Zuschauer: 70. Tore: 1:0 Niklas Odenwald (5.), 2:0 Cosmin Calin (14.), 2:1 Maximilian Fröhlich (33.), 2:2 Max Vogler (38.), 3:2 Steffen Witzel (45.+2, Eigentor), 3:3 Max Vogler (50.), 3:4 André Vogt (84.), 3:5 Christoph Sternstein (88.), 3:6 Kevin Krieger (90.).