Steinbach siegt beim Großenbacher Turnier

Noch vor einer Woche hatten sich beide Finalisten beim HZ-Cup in Hersfeld ebenfalls im Neunmeterschießen gegenübergestanden, da noch behielt Hünfeld im Halbfinale die Oberhand. Diesmal hatte der SVS dank seines Torwarts David Fladung, sonst Spielertrainer der Reserve, das bessere Ende für sich. Fladung hielt gegen Johannes Wiegand und Sebastian Körner. Zuvor war erst der SVS besser, dann aber übernahm Hünfeld die Spielkontrolle. Die größten Chancen vergaben im Schlussakt Mirajan Haydari für den HSV und Petr Paliatka für den SVS.
Steinbach spielte den attraktivsten Fußball des Turniers, gerade Petr Paliatka und Petr Kvaca zeigten ein ums andere Mal technische Raffinessen allererster Güte. Doch nicht das Tschechen-Duo schoss die Tore, sondern vor allem Teamkollege Marcel Ludwig, der zwar nicht an Ferhat Yildiz‘ Vorjahres-Rekordwert von 17 Treffern heranreichen konnte, mit aber immerhin zehn Toren zweistellig traf und sich so die Kanone sicherte.Bis zum Halbfinale hatten weder Steinbach noch Hünfeld auch nur den Hauch eines Problems: Steinbach erzielte in der Vorrunde 23 Treffer, Hünfeld blieb in vier Spielen ohne Gegentor. Und während der SVS auch im Semifinale gegen Nüsttal schnell Nägel mit Köpfen machte, ließ Hünfeld nach komfortabler 4:1-Führung gegen Rasdorf noch einmal richtig Spannung aufkommen und durfte sich in der Schlusssekunde bei Keeper Jonas Hosenfeld bedanken, der gegen Claudius Wald stark das 4:4 und somit ein Neunmeterschießen verhinderte.

„Schmadtke“ und „Nesta“ sorgen für das Highlighttor

Ein echtes Highlight setzten Trainer und Co-Trainer des SV Germania Kirchhasel im Spiel gegen den SVS: Marcel Schmitt spielte aus dem eigenen Torraum einen klasse Flugball und Steffen Vogt traf herrlich per Direktabnahme. Für die Germanen war dennoch nach der Vorrunde Endstation.

Die vier Schiedsrichter Matthias Weber (SG Dittlofrod/Körnbach), Oliver Rohrbach (Roland Rothenkirchen), Marcel Lindemann (SV Burghaun) und Carsten Dücker (TSG Mackenzell) machten einen klasse Job und hatten bei dem weitgehend fairen Turnier wenig Mühe. Eine einzige Zwei-Minuten-Strafe mussten sie aussprechen. Bitter verlief der Nachmittag für den Nüsttaler Johannes Hauke, der sich gleich im ersten Spiel am Knöchel verletzte und nicht mehr mitwirken konnte.

Die Turnierleitung konnte nach der 32. Auflage neuerlich ein absolut positives Resümee ziehen: Erstens war die Halle voll besetzt, es wurde sogar ein Rekord bei den zahlenden Gästen verzeichnet. Zweitens waren die Spiele äußerst torreich und zeitweise auch wirklich was fürs Auge. Und drittens verabschiedete sich der Gastgeber, immerhin klassentiefstes Team, dank zweier Sieger achtbar als Gruppendritter aus dem Turnier.

Die Mannschaftsaufstellungen der Halbfinalisten:

SV Steinbach: David Fladung; Tom Wiegand (2 Tore), Steffen Trabert (5), Gregor Bosold (2), Petr Paliatka (1), Mirco Bott (4), Petr Kvaca (2), Marcel Ludwig (10), Pascal Manß (3).

Hünfelder SV: Jonas Hosenfeld; Thorsten Trabert (3), Timon Falkenhahn (6), Franz Faulstich (2), Sebastian Körner (2), Hendrik Traud (1), Mirajan Haydari (1) Johannes Wiegand (1), Aaron Gadermann (2), Nicolas Häuser (1).

Rasdorfer SC: Julian Wiegand; Max Hahn (2), Claudius Wald (3), Daniel van Thiel (3), Marc Doebler (4), Marian Streber (3), Andreas Weissgerber (1), Philip Krieg (4), Christoph Sondergeld (2).

1. FC Nüsttal: Marcel Günter; Jonas Abel, Janek Jestädt (3), Jan-Niklas Malkmus (1), Julius Birkenbach, Marco Wiegand (2), Sebastian Ruppert (2), Johannes Hauke, Moritz Frohnapfel, Christian Aha (1), Paul Hohmann.

Ergebnisse:

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Autor: Johannes Götze