Dort geht es für beide Mannschaften morgen (14.30 Uhr) noch um viel.

„Vom Kaliber her schätze ich Stadtallendorf auf einer Ebene mit Baunatal und Lohfelden ein. Nicht umsonst haben diese drei ja die Regionalliga-Lizenzunterlagen eingereicht“, schaut HSV-Trainer Oliver Bunzenthal voraus, der die Mannschaft der Eintracht aus voller Kehle lobt: „Die haben sechs, sieben überdurchschnittliche Hessenligaspieler in ihren Reihen. Das ist eine gestandene, sehr erfahrene Mannschaft.“

Bunzenthal hofft, dass seine Spieler endlich ihre Auswärtsschwäche wieder ablegen. In Lohfelden (0:3), Baunatal (1:3), Wehen-Wiesbaden II  (2:3) und Fernwald (2:3) gab es nichts zu holen. Nur in Urberach (3:1) wurde 2013 bislang gewonnen. „Ich hoffe, dass es endlich alle kapiert haben, dass es in diesen Spielen nur über den Kampf geht. Wir müssen dem Gegner in den entscheidenden Szenen den Schneid abkaufen. Alle müssen in jeden Zweikampf gehen und 90 Minuten das Tempo ganz hoch halten. Nur dann können wir bestehen“, verdeutlicht der Trainer.

Für seine Elf ginge es nach wie vor um viel, so Bunzenthal, „aber auch für Stadtallendorf ist das Spiel die allerletzte Chance, um doch noch mal ganz vorne dranzukommen.“ Sieben Punkte beträgt der Rückstand auf Tabellenführer Baunatal.

„Dass dieser Druck beim Gegner ein kleiner Vorteil für uns sein könnte, darauf hatte ich aber auch schon in Baunatal und Lohfelden spekuliert. Was dabei herausgekommen ist, hat man gesehen. Es liegt alleine an uns, dass wir das diesmal besser machen“, fordert Bunzenthal von seinen Mannen, die eventuell den Ausfall von Daniel Schirmer verkraften müssen. Der Stürmer verletzte sich beim 1:1 gegen Hadamar und musste vorzeitig raus. Ob er morgen bereits wieder fit für 90 Minuten ist, steht aktuell noch in den Sternen.

Was die Planungen für die neue Saison angeht, läuft rund um die Rhönkampfbahn auch in diesem Jahr alles sehr geregelt und harmonisch ab. Ein Fragezeichen steht aber noch hinter Tarek Belaarbi, der sich bis Ende der Woche dem Verein gegenüber erklären soll. Belaarbi wurde am Sonntag beim Verbandsligaspiel zwischen Steinbach und Lehnerz gesichtet, was neue Spekulationen um seine Zukunft aufgeworfen hat.

Indes schaut Oliver Bunzenthal mit einem Auge immer gespannt auf den Abstiegskampf der Dritten Liga und dort auf das Abschneiden von Darmstadt, Offenbach und Kickers Stuttgart. Bleiben dort alle drin und läuft alles in der Regionalliga Süd ideal für die hessischen Teams, dann könnte sich die Zahl der Hessenligaabsteiger eventuell noch auf drei reduzieren. „Ich würde ja lügen, wenn ich mich als Trainer nicht mit diesen Konstellationen beschäftige, wobei ich sagen muss, dass es mir extrem schwer fällt, bei all den Eventualitäten noch den Durchblick zu behalten.“

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