Neu-Isenburg (fs) – www.osthessen-zeitung.de

Der Hünfelder SV hat den Punktgewinn gegen Hadamar vergoldet und mit einem umkämpften 1:0 (0:0)-Erfolg beim Schlusslicht Spvgg. Neu-Isenburg Big Points im Abstiegskampf der Fußball-Hessenliga gelandet. Matchwinner war einmal mehr Maximilian Fröhlich, der den goldenen Treffer markierte und damit alle vier HSV-Tore im Kalenderjahr 2019 markiert hat

Ein ums andere mal scheiterte Neu-Isenburg vor dem Hünfelder Tor am eigenen Unvermögen oder an HSV-Keeper Sebastian Ernst, dann schlug auf der Gegenseite Maximilian Fröhlich zu: Florian Münkel zog mit dem Ball aufs Tor zu, legte auf Andre Vogt quer, der den Ball selbst aber nicht richtig unter Kontrolle bringen konnte. Fröhlich kam an den Ball, drehte sich nochmal und hämmerte das Leder dann aus acht Metern zum 1:0 für die Hünfelder in die Maschen (76.). Damit hat der Linksaußen alle vier Hünfelder Tore im Jahr 2019 erzielt. Florian Münkel hätte danach das 2:0 nachlegen müssen (78., 83.) und brachte dabei unter anderem den Ball aus fünf Metern nicht im leeren Tor unter – böse war dem Neuzugang aber niemand, weil der HSV das Spiel kurz danach gewonnen hatte und er viele Wege gegangen war. „Das waren ganz, ganz wichtige drei Punkte. Wir sind absolut zufrieden“, freute sich HSV-Coach Dominik Weber.

Dabei hatten die Gastgeber gerade in der ersten Hälfte einiges an Glück: Die Gäste standen in der Viererkette zu tief und offenbarten so im Mittelfeld einige Lücken, die die schnellen Offensivkräfte Neu-Isenburgs immer wieder zu nutzen wussten. Allerdings brachten weder Dario Stange (11.) noch Carlos McCrary (12., 37.) den Ball freistehend im Tor unter. Auf der Gegenseite zimmerte Kevin Krieger nach feinem Solo den Ball nur an die Latte (23.), dazu bekam Florian Münkel nicht genug Druck hinter den Ball (34.). „Wir haben das in der ersten Halbzeit nicht gut gemacht“, musste Weber zugeben, dessen Team sich nach dem Seitenwechsel besser auf die Windlotterie im Neu-Isenburger Sportpark mit ständig wechselnden Winden einstellen konnte. Andre Vogt (53., 64.) sowie Münkel (63., 73.) hatten nach dem Seitenwechsel gute Möglichkeiten, auf der Gegenseite klärte allerdings erst der starke Franz Faulstich vor dem einschussbereiten McCrary (57.), dann scheiterte Stange einmal mehr am gut reagierenden Ernst (66.) und belegte damit den Chancenwucher, den die Spvgg. schon in der Vorwoche gegen Flieden an den Tag gelegt hatte.

Der HSV wiederum bestrafte den fahrlässigen Umgang der Gastgeber mit der Chancenverwertung durch den Torjäger vom Dienst. „Die Jungs haben alles reingefeuert und sich mit dem 1:0 belohnt. Wenn man ehrlich ist, hatten wir in der ersten Halbzeit viel Glück, nicht in Rückstand geraten zu sein, aber mit Blick auf die Tabelle zählen nur drei Punkte“, betonte Weber, dessen Team nach dem ersten Spiel auf Rasen nach 90 intensiven Minuten auf dem Zahnfleisch ging – sich am Ende aber darüber freuen konnte, nun punktgleich mit Lohfelden auf dem ersten definitiven Nichtabstiegsplatz zu sein.

Neu-Isenburg: Begher; Bickel (79. Bellos), Albert (79. Atzberger), Züge, Günther, Wolfarth, McCrary, Letellier, Stange, Haliti, Buschmann.

Hünfelder SV: Ernst; Dücker, Faulstich, Rehm, Witzel – Rohde, Alles – Krieger (69. Krieger), Vogt (78. Bambey), Fröhlich (81. Budenz) – Münkel.

Schiedsrichter: Frederik Angermaier (Oberselters)

Tor: 0:1 Maximilian Fröhlich (76.)

Zuschauer: 140.

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