Fulda (pf) – www.osthessen-zeitung.de

Die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz kann das Heim-Derby am Freitagabend (19 Uhr) in der Johannisau gegen den Hünfelder SV nach zwei Erfolgen vor der spielfreien Woche ausgeruht und vor allem mit einer breiten Brust angehen. Trainer Sedat Gören warnt jedoch vor den Qualitäten des Aufsteigers und fordert von seiner Mannschaft volle Konzentration.

Die 0:1-Hinspielpleite unter Alfred Kaminski in der Rhönkampfbahn ist erst etwas mehr als drei Monate her, für die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz vor dem Rückspiel aber kein großes Thema mehr: „Natürlich schaut man sich gewisse Punkte an, aber das ist Vergangenheit. Wir müssen nach vorne schauen“, stellt Trainer Sedat Gören klar, der aber weiß, dass auf sein Team auch im heimischen Stadion eine harte Nuss wartet: „Das wird kein einfaches Spiel. Wir wissen, dass Hünfeld alles reinwerfen und versuchen wird, um etwas mitzunehmen. Aber wir wollen natürlich gewinnen, da brauchen wir gar nicht drumherum reden“.

Am vergangenen Wochenende war die SGB spielfrei, mit den zahlreichen Einheiten seit dem 5:1-Sieg in Neu-Isenburg zeigt sich Gören in Vorbereitung auf das Derby voll zufrieden: „Wir haben gut trainiert und legen den Fokus voll auf das Spiel“, macht der Coach deutlich. Dennoch sind unter der Woche wieder unverhoffte personelle Baustellen aufgetreten: Matija Poredski nach Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings umgeknickt, Keeper Kenan Mujezinovic dagegen auf die Schulter gefallen, auch Backup Tobias Wolf plagt sich noch mit Knöchelschmerzen herum. Dominik Crljenec ist ebenfalls mit Patellasehnenproblemen höchst fraglich, Marius Strangl steht jedoch immerhin wieder im Kader. „Wir werden noch das Abschlusstraining abwarten und sehen, wie der Ist-Zustand ist“, kündigt Gören an.

Der SGB-Trainer kennt die Hünfelder nicht nur aus der abgelaufenen Verbandsliga-Runde, als er mit der Lehnerzer zweiten Mannschaft zweimal knapp gegen den späteren Meister verlor. Auch 2016 spielte er schon mit der TSV-Reserve in Hünfeld – und gewann dabei furios mit 5:1. „Jetzt ist es aber eine ganz andere Situation, das kann man überhaupt nicht vergleichen. Wir wissen um die Stärke des Gegners, dass sie für Überraschungen sorgen können. Das Spiel muss erstmal gespielt werden, man muss alles zusammenbringen. Du musst vorbereitet und 100 Prozent bei der Sache sein, und das müssen wir versuchen“, warnt Gören. Bei einer Niederlage würde der Vorsprung der Barockstädter auf den HSV bis auf einen Zähler schrumpfen, mit einem weiteren Derbysieg im Stadion wie schon beim 4:2 gegen Flieden könnte die SGB jedoch zumindest über Nacht im besten Fall auf Platz fünf vorrücken.

 

Kapitäne im Duell

Ein besonders Duell auf dem Platz ist das der Kapitäne Patrick Schaaf und Julian Rohde. Beide sind gut befreundet, unternehmen besonders neben dem Platz einiges, doch schätzen sich genauso als Fußballer: „Es hat maßgeblichen Anteil an den Leistungen, die sie abrufen. Er ist ein guter Fußballer, hat einen guten linken Fuß und bringt gute Standards, da müssen wir aufpassen“, lobt SGB-Spielführer Schaaf seinen Kumpel, für den es als Ex-Lehnerzer das erste Heimspiel im Stadion unter Flutlicht ist: „Ich denke, dass wir damit gut zurechtkommen werden. Wir haben aus dem Hinspiel noch was gutzumachen, wobei wir nicht besonders auf eine Revanche aus sind, weil wir grundsätzlich jedes Spiel gewinnen wollen“, betont der 29-Jährige, der im Hinspiel keinen unverdienten Hünfelder Sieg gesehen hat, „aber das hätte auch anders ausgehen können“.

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